Bezahlte Fahrkarten bleiben in den Zug-Automaten hängen

Ticketkauf im Cantus macht weiter Probleme

Hersfeld-Rotenburg. Für erheblichen Unmut bei den Fahrgästen sorgen nach wie vor die Fahrkartenautomaten in den Cantus-Zügen. Vor gut zwei Jahren hatten das Verkehrsunternehmen Cantus und der Nordhessische Verkehrsverbund zugesagt, die Mängel abzustellen. Doch die Kritik der Fahrgäste, die auch unsere Zeitung erreicht, reißt nicht ab.

Kritisiert wird unter anderem, dass die Automaten nicht immer alle Fahrkarten, die man bezahlt hat, auch ausgeben. Vor allem bei Fünfer-Tickets bleiben immer wieder bezahlte Fahrkarten im Automaten-Inneren hängen. Für Frust sorgen auch die neuen Fünf-Euro-Scheine, die von den Automaten nicht immer angenommen werden.

Cantus und NVV arbeiten daran, die Probleme zu lösen. Das erklärt NVV-Pressesprecherin Sabine Herms in Absprache mit Cantus. Verantwortlich dafür, dass die Automaten funktionieren, sei Cantus selbst, sagt Herms.

Zurzeit gebe es tatsächlich Probleme mit den Papierrollen in den Automaten. Das Papier lade sich statisch auf. Das führe dazu, dass die Fahrkarten aneinander kleben oder auf dem Weg zur Ausgabe hängen bleiben. „Diese Probleme treten vor allem im Herbst und Winter auf, wenn die Luftfeuchtigkeit höher ist“, erklärt die Pressesprecherin. Dadurch steige auch die statische Aufladung.

Jetzt soll getestet werden, ob schwereres Papier das Problem löst. Außerdem sollen Bürsten eingebaut werden, um die statische Aufladung zu verringern.

Auf der Strecke Kassel-Fulda habe es in diesem Jahr bislang lediglich 13 Beschwerden in Bezug auf die Automaten gegeben, sagt Herms. Angesichts von 90 000 an den Automaten im Zug verkauften Fahrkarten auf dieser Strecke pro Jahr sei die Relation zu den Beschwerden erträglich: „Wir wissen aber um die Probleme und arbeiten daran, sie zu lösen.“ Hintergrund,

 zum Tage, seite 2

Von René Dupont

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