Positive Kritiken und besseres Wetter steigern die Nachfrage

Ticket-Verkauf bei Festspielen zieht an

Bad Hersfeld. Dank positiver Kritiken und besseren Wetters zieht der Ticket-Verkauf bei den Bad Hersfelder Festspielen deutlich an. „In diesem Jahr lässt sich ein noch deutlicherer Anstieg der Verkaufszahlen als in den Vorjahren ablesen“, stellte Christian Mayer, Pressesprecher der Stadt, auf Anfrage unserer Zeitung fest.

Im Vergleich zu den Wochen vor den Premieren habe sich der Kartenumsatz pro Woche mehr als verdoppelt, teilte Mayer weiter mit und spricht von „positiven Auswirkungen auf die Abendkasse“. Unmittelbar vor Beginn der Spielzeit hatten beim Kartenverkauf im Vergleich zum vergangenen Jahr noch rund 450 000 Euro gefehlt (unsere Zeitung berichtete). Aktuelle Zahlen nannte Mayer jedoch nicht. Auch habe das Familienstück „Der Sturm“ von der erhöhten Nachfrage nicht in gleichem Maße profitiert, heißt es in der Stellungnahme.

Die von Gerold Theobalt (Text) und Wolfgang Schmidtke (Musik) zum Musical umfunktionierte Vorlage von William Shakespeare liegt Intendant Holk Freytag jedoch besonders am Herzen. Freytag will sich die Inszenierung von Janusz Kica, die für Kinder ab sechs und Erwachsene gleichermaßen gedacht ist, nicht zerreden lassen. Bei einer weiteren Lehrerkonferenz will er mit einem Mitschnitt der Aufführung weiter für diese Produktion werben.

Von der Kritik wurde „Der Sturm“ wie auch die drei weiteren Neu-Inszenierungen „Nathan der Weise“, „Show Boat“ und „Die Drei Musketiere“ fast ausnahmslos positiv aufgenommen.

„Ich glaube, wir sind nicht schlecht“, meint denn auch der Intendant nach den ersten Festspiel-Wochen, freut sich über ein „Schauspieler- und Sängerfest“ beim Musical und schätzt die Musketiere „ähnlich super“ ein, wobei es ihm besonders die von Klaus Figge einstudierten Fechtszenen angetan haben. Restlos zufrieden ist er jedoch – wie schon in den Vorjahren – nicht. „Dann könnte ich nach Hause gehen“, sagt Freytag. zum tage, Seite 5, text rechts

Von Karl Schönholtz

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