Ökumenischer Arbeitskreis gestaltet am Freitag den Weltgebetstagsgottesdienst

Themen gehen uns alle an

Sie freuen sich aufeinander: Irene Riedl, Pfarrerin Elke Henning (stehend), Erika Schmidt-Glatzner, Marina Schneider (stehend), Elke Möller als Leiterin des ökumenischen Arbeitskreises, Carmen Carioca, Diethild Thimm und Susan Bernstein (von links nach rechts). Nach dem Abriss des Evangelischen Gemeindehauses lädt Elke Möller die Frauen zum Arbeitstreffen in ihr gemütliches Zuhause ein. Zum Arbeitskreis gehören außerdem Doris Wagener, Dorothea Stahl und Jutta Gleue. Foto: Schmiel

Bad Hersfeld. „Wir sind eine gewachsene Gruppe“, freut sich Elke Möller, die zu den zehn Frauen des ökumenischen Arbeitskreises in Bad Hersfeld gehört, die sich die liebevolle Vorbereitung und die eigenverantwortliche Gestaltung des Weltgebetstagsgottesdienstes zur Aufgabe gemacht haben.

Vor fünfzehn Jahren wurde Elke Möller von Gisela Hilse zur Teilnahme motiviert. „Sie hat mir viel beigebracht“, erinnert sich die aktive Seniorin dankbar an die ehemalige, im Jahr 2006 verstorbene Frauenbeauftragte, die den Weltgebetstag (WGT) in der Stadt publik gemacht hat.

Wie in jedem Jahr besuchte Elke Möller ein dreitägiges Seminar in der evangelischen Jugendbildungsstätte am Frauenberg, um sich intensiv mit der Gottesdienstordnung zu befassen, die von den Frauen in Chile erarbeitet wurde.

Weitere Frauen aus der Gruppe nutzten die Studientage in der Martinskirche, um sich mit dem Thema „Wie viele Brote habt ihr?“ vertraut zu machen.

„Die Themen betreffen uns alle“, betont Erika Schmidt-Glintzer, die die älteste, aber immer noch überaus aktive Frau im Arbeitskreis ist. Mit der von ihr zusammengestellten Musikgruppe hat die Organistin und Leiterin eines Flötenkreises einen wesentlichen Anteil an der Lebendigkeit der WGT-Gottesdienste.

Die Elemente Tanz und Musik gefallen auch Pfarrerin Elke Henning, die sich als theologische Begleiterin in der Gruppe auch deshalb so wohl fühlt, weil sie hier eine unter vielen ist. „Informiert beten – betend handeln“, seit 1978 das Leitmotiv der WGT-Bewegung, stellt Diethild Thimm in den Mittelpunkt.

„Auf diese Weise können wir mit den Frauen und für sie ihre Probleme vor Gott bringen“. Susan Bernstein, die der Landeskirchlichen Gemeinschaft angehört, freut sich über den Kontakt zu evangelischen und katholischen Frauen aus verschiedenen Kirchengemeinden der Stadt und darüber, die Botschaft weiterzugeben. Irene Riedl, die am Klinikum die katholische Seelsorge übernimmt, sucht in Anlehnung an die diesjährige Losung Antworten auf die Fragen: „Was haben wir Gutes in uns? Was sind unsere Begabungen?“ Dabei wird sie von dem festen Kern verantwortlicher WGT-Frauen und von der Studentin Marina Schneider unterstützt, ein freudig aufgenommener Neuzugang.

Die junge Frau lernte Chile während einer Konzertreise kennen und bereichert den Arbeitskreis ebenso wie die Chilenin Carmen Carcamo, die bei den wöchentlichen Treffen mit Spezialitäten aus ihrer Heimat überrascht. Sie alle sind Teil der aktivsten und kontinuierlichsten ökumenischen Arbeit und bekräftigen auch nach so vielen Jahren: „Wir freuen uns immer aufeinander“, auch bei der Nachbesprechung des Gottesdienstes oder beim sommerlichen gemeinsamen Ausflug.  hintergrund

Von Gudrun Schmiel

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