Antrag von NBL, CDU und UBH/Linke – Kritik an Knauff

Thema Media-Markt soll erneut auf den Tisch

Bad Hersfeld. Die Ansiedlung eines Media-Marktes auf dem Gelände der früheren Ford-Zentrale in der Konrad-Zuse-Straße soll Thema in der Bad Hersfelder-Stadtverordnetenversammlung bleiben.

Mit einem gemeinsamen Antrag zur Sitzung am 18. August wollen die Fraktionen von CDU, Neuer Bürgerliste (NBL) und Unabhängige Bürger Hersfeld (UBH)/Die Linke die Fortsetzung des Bebauungsplanverfahrens erreichen, die die Mehrheit aus SPD, Grünen, FWG und FDP abgelehnt hatte.

„Die Koalition aus SPD und Grünen regiert unsere Stadt in Grund und Boden und hängt Bad Hersfeld von der Zukunftsentwicklung ab“, ist das einhellige Urteil der drei Fraktionsvorsitzenden Gunter Grimm (CDU), Michael Bock (NBL) und Hans-Jürgen Schülbe (UBH).

Man wolle aber auch wissen, „wer in Bad Hersfeld eigentlich die Stadt regiere“ und was hinter den Kulissen vorgegangen sei.

Grund für diese Bemerkung ist die Ablehnung der Ansiedlung durch den stellvertretenden Vorsitzenden des Einzelhandelsverbandes Nordhessen, den Bad Hersfelder Kaufmann Martin Knauff. Zudem sei zu lesen gewesen, dass in einem Fachmarktzentrum in Bebra auch ein Markt mit Unterhaltungselektronik angesiedelt werden solle. Investor für das Bebraer Projekt: Martin Knauff.

„Hier spricht jemand nur im eigenen Interesse unter Ausnutzung seiner Position im Verband gegen seine Heimatstadt und gegen die Wünsche der Bevölkerung“, bemängeln Grimm, Bock und Schülbe.

Auf Anfrage erklärte Knauff, dass „in Bebra kein Markt für Unterhaltungselektronik in Planung ist“. Selbst wenn dies der Fall wäre, so würde es sich um eine Innenstadtlage handeln.

In Bad Hersfeld hingegen habe er sich in seiner Verbandsfunktion gegen eine Neuausweisung außerhalb der Innenstadt ausgesprochen. „Das ist auch die unabhängige Position des Einzelhandelsverbandes Nordhessen sowie der Regionalkonferenz“, sagte Knauff.

Im Innenstadtbereich hätte er keine Probleme gesehen. Zu den persönlichen Anwürfen mochte er sich nicht äußern.

Der Stellungnahme des Regierungspräsidiums Kassel, das der Ansiedlung ebenfalls kritisch gegenübersteht, ist nach Ansicht der Antragsteller keine Bedeutung beizumessen. Dabei handele es sich um eine „bestellte Meinungsäußerung“. (red/ks)

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