Künstlerin Renate Wandel zeigt in der Galerie Arbeiten passend zu den Festspielen

Theater auf Leinwand

Renate Wandel zeigt im Dachgeschoss der Galerie im Stift ihre Ausstellung „Alles Theater“. Auf dem Foto präsentiert sie ein Bild, das Schauspieler Rainer Heuer als Galileo Galilei zeigt. Foto: Maaz

Bad Hersfeld. Szenen aus Faust, Wilhelm Tell und Don Carlos zeigen die zumeist großformatigen Arbeiten von Renate Wandel, die an diesem Wochenende passend zum Beginn der Bad Hersfelder Festspiele ihre Ausstellung „Alles Theater“ im Dachgeschoss der Galerie im Stift eröffnet.

Und zu jedem ihrer Werk fallen der gebürtigen Berlinerin, die seit 1996 in Bad Hersfeld lebt und arbeitet, sofort die passenden Zitate ein. Auch umfangreiches Hintergrundwissen hat sie gleich parat.

Acryl, Öl, Radierungen

40 bis 50 Arbeiten, die in den vergangenen zehn Jahren entstanden sind, hat die Künstlerin zusammengetragen: Acryl und Öl auf Leinwand, Radierungen, Kohlekreidezeichnungen, Grafiken und Pastelle, aber auch eine Rakukeramik und zwei kleine Theaterkästen, die dem Betrachter ein dreidimensionales Erleben ermöglichen, sind darunter zu finden. Acht Festspielstücke aus der Vergangenheit werden in „Alles Theater“ wieder lebendig.

„Mein Arbeitsstil variiert je nach Thema“, sagt Wandel, die an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin studiert hat. Und ergänzt: „Kunst fängt immer im Kopf an. Es ist wichtig, zu verinnerlichen, was man malt.“ Die Szenen der Festspielstücke, die auf den Bildern ihrer Ausstellung in der Galerie zu sehen sind, hat sie aus der Erinnerung und nicht direkt bei deren Aufführung geschaffen. Ganz allgemein und bei den Bad Hersfelder Festspielen interessieren Wandel vor allem die klassischen Theaterstücke. Aber auch einige Musicals hat sie in den vergangenen Jahren in der Stiftruine gesehen. 1997 war sie für die Bühnenmalerei der Festspiele verantwortlich.

In der Galerie im Stift war sie zuletzt mit der Ausstellung „Nomen est Omen“ zu sehen.

Heuer rezitiert

„Alles Theater“ wird am Sonntag, 15. Juni, um 15.30 Uhr vom Ersten Stadtrat Dr. Rolf Göbel eröffnet. Mit Rezitationen und Anekdoten zum Ausstellungsthema – unter anderem aus seinem Hörbuch „Herr Goethe macht Theater“ – bereichert Rainer Heuer die Eröffnung, der im Jahr 1962 sowie von 1999 bis 2002 bei den Festspielen mitgewirkt hat. Die Künstlerin selbst wird am Sonntag natürlich auch anwesend sein, und auf Wunsch gerne Erläuterungen zu ihren Arbeiten geben.

Zu sehen ist die Ausstellung dann bis zum 17. August, und zwar montags bis sonntags von 10 bis 12 Uhr sowie 16 bis 21 Uhr. Der Eintritt beträgt zwei Euro für Erwachsene und einen Euro für Kurgäste.

Von Nadine Maaz

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