Frostschäden-Beseitigung: 13 Millionen Euro kommen sofort

Teurer Winter reißt Millionen-Löcher auf

Hersfeld-Rotenburg. Der vergangene Winter hat nicht nur große Löcher in die Straßen gerissen, sondern auch in den Staats-Säckel. Allein für das Streusalz sind die Kosten gegenüber dem Winter 2008/2009 in den Kreisen Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner von 690 000 Euro auf 1,02 Millionen Euro gestiegen.

Der Salzverbrauch erhöhte sich bei den fünf Straßenmeistereien von 11 450 auf 16 990 Tonnen - ohne Autobahnen. "Das war extrem und hat zu extrem vielen Schäden geführt", sagt Baudirektor Ulrich Wieditz vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen Eschwege: "Das ist im Vergleich zu früheren Wintern eine Ausnahme."

Der ständige Wechsel zwischen Frost und Tauwetter habe die schweren Schäden verursacht: 930 000 Euro auf den Bundesstraßen im Werra-Meißner-Kreis und 410 000 Euro in Hersfeld-Rotenburg, 3,9 Millionen Euro auf den Landesstraßen im Werra-Meißner-Kreis und 1,2 Millionen Euro in Waldhessen.

Für das Beseitigen der Schäden an den Kreisstraßen sind in Hersfeld-Rotenburg 200 000 Euro und im Nachbarkreis 100 000 bis 150 000 Euro vorgesehen, teilte Wieditz auf Anfrage mit. Je nach dem dringenden Bedarf wird das Geld des Landes und des Bundes vom Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen an die zwölf Straßenbauämter verteilt, sagt Ulrike Franz-Stöcker, die Sprecherin von Verkehrsminister Dieter Posch. Wobei derzeit noch offen ist, welche Summen in welche Region fließen.

22 Millionen Euro seien für die Schadensbeseitigung an Bundesstraßen in Hessen erforderlich. Davon stünden zehn Millionen Euro sofort zur Verfügung. Der Rest entfalle auf "vorzuziehende Erhaltungsmaßnahmen", sagt die Sprecherin.

23 Millionen Euro kostet das Beseitigen der Frostschäden auf den Landesstraßen. Davon würden 13 Millionen Euro sofort zur Verfügung gestellt.

Von Manfred Schaake

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