Ein teurer Parkplatz

Viele Grüße aus Bad Salzungen nach Bad Hersfeld an die Leser der HZ. Herbstzeit – Erkältungszeit. Das ist unangenehm. In der kalten Jahreszeit droht aber auch wieder die Grippe. Gegen diese Krankheit kann man sich – im Gegensatz zur gewöhnlichen Erkältung – impfen lassen. Helena Maier, Amtsärztin des Wartburgkreises, rät dazu, sich beim Hausarzt diesen Pieks verpassen zu lassen. Für Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder häufigem Kontakt zu vielen anderen Menschen ist die Schutzimpfung, medizinisch gesehen, eigentlich sogar unumgänglich. Da sie freiwillig ist, entscheidet aber jeder selbst darüber.

Die graue Jahreszeit birgt zudem das Risiko saisonaler Depressionen. Gründe hierfür sind fehlendes Licht und veränderte Gewohnheiten. So stellt manch einer zum Beispiel das tägliche Joggen ein und hockt stattdessen den ganzen Tag in der Stube. Psychologen der Burg-Klinik Stadtlengsfeld empfehlen, auch in der kalten Jahreszeit raus in die Natur zu gehen und sich dort zu bewegen. Damit beugt man Depressionen vor.

Die Kur- und Kreisstadt Bad Salzungen denkt über den Bau eines Park&Ride-Parkplatzes in der Nähe des Bahnhofs nach. Das Vorhaben ist äußerst lobenswert und sollte Schule machen. Zum Beispiel in Eisenach, wo es vor ein paar Jahren gegenüber dem Bahnhof einen großen Parkplatz gab, dieser dann jedoch ersatzlos wegfiel. Eigentlich sollte es vor jedem Bahnhof ausreichend Parkmöglichkeiten geben. Wer auf dem Land wohnt und per Bahn eine Fernreise antreten möchte, ist oftmals darauf angewiesen, mit dem eigenen Auto bis zum Bahnhof zu fahren, weil besonders am späteren Abend, in der Nacht oder am Wochenende keine Busse mehr in die Dörfer fahren.

Da es momentan in Bad Salzungen am Bahnhof nur wenige Möglichkeiten gibt, das Auto abzustellen, ist es gut, dass ein neuer Park- &Ride-Platz entstehen soll. Hoffentlich gelingt es, die Kosten in Griff zu bekommen. 860 000 Euro für einen Parkplatz? Da lohnt es sich auf alle Fälle, nochmal genau nachzurechnen und die Planung unter die Lupe zu nehmen. Schlimm wäre, wenn das ganze Vorhaben an den Kosten oder Schildbürgereien – wie eine 250 Meter lange Wegstrecke, um mit dem Koffer zum Bahnsteig zu gelangen – scheitern würde.

stefan.sachs@stz-online.de

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