Crystal Meth mit hohem Suchtfaktor und Zerstörungskraft

Teufelsdroge hat den Landkreis erreicht

Hersfeld-Rotenburg. Die Teufelsdroge Crystal Meth hat den Landkreis Hersfeld-Rotenburg erreicht. Das mit hohem Suchtfaktor und großer körperlicher Zerstörungskraft behaftete Methamphetamin ist vereinzelt im Blut von Drogenkonsumenten festgestellt worden, die von der Polizei in Bad Hersfeld kontrolliert wurden.

Dies bestätigte auf Anfrage Harry Wilke, Presse-Staatsanwalt in Fulda. Erst vor wenigen Tagen hatte auch ein Angeklagter am Rande eines Prozesses im Bad Hersfelder Amtsgericht erklärt: „Natürlich kann man hier Crystal Meth kaufen.“ Und Manfred Knoch, Pressesprecher der Polizeidirektion Bad Hersfeld sagt: „Wir wissen, was das ist, haben aber noch keine Straftaten feststellen können.“

Nach Staatsanwalt Wilkes Erkenntnissen scheint Crystal Meth über Thüringen in den osthessischen Raum zu gelangen. Das entspricht Medienberichten, nach denen die Droge in den grenznahen Bereichen Tschechiens hergestellt und dann in die Bundesrepublik geschmuggelt wird. In Ostbayern etwa ist der Konsum bereits alarmierend gestiegen, Bayreuth hat den zweifelhaften Ruf als „Kristall-Stadt“.

„Kaum eine Droge ruiniert den Körper so schnell wie Crystal Meth. Vor allem Leistungsträger greifen gerne zu“, heißt es in einem Artikel der Tageszeitung „Die Welt“.

„Noch ist Crystal Meth bei uns kein großes Problem,“ sagt Staatsanwalt Wilke, „doch meines Wissens ist es genauso gefährlich wie Heroin.“ Das Fatale sei zudem, dass die künstliche Droge vergleichsweise leicht produziert werden kann. „Wer einen Chemiebaukasten hat und ein paar Kenntnisse, der kann Crystal Meth ganz einfach herstellen“, weiß Wilke.

Was Crystal Meth bei den Konsumenten anrichten kann, das ist nicht nur im Internet anzuschauen und nachzulesen, sondern das thematisieren in den USA schon seit einigen Jahren Fernsehserien und Romane: Sie zeigen, wie die Droge die Gesellschaft ganzer Landstriche zerstört.  hintergrund, Zum Tage

Von Karl Schönholtz

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