Reisebüros registrieren verändertes Buchungsverhalten

Terrorangst beeinflusst Urlaubsplanung der Waldhessen

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Sind noch unsicher: Viele Urlauber halten nach Urlaubsalternativen Ausschau.

Hersfeld-Rotenburg. Terroranschläge in ehemals beliebten Reisezielen wie Ägypten, Tunesien und zuletzt in der Türkei lassen viele Touristen um ihre Sicherheit fürchten. Auch in der Region Hersfeld-Rotenburg macht sich die Angst vor dem Terror bei den Buchungen bemerkbar.

Die Reisenden vermeiden die gefährdeten Länder und weichen zunehmend auf alternative Ziele aus. Statt nordafrikanischer Länder werden vermehrt Fernreisen nach Mexiko, die Malediven, in den asiatischen Raum oder nach Kanada nachgefragt. „Die Urlaubsziele haben sich in letzter Zeit verschoben“, bestätigt Hans-Jürgen Mannel vom Bad Hersfelder Reisebüro „Am Rathaus“. Die Balearen und Kanaren seien zum Beispiel in diesem Jahr bei den Urlaubern noch beliebter.

Daneben werden auch immer mehr Reisen auf dem Schiff gebucht: „Kreuzfahrten sind bei uns inzwischen sehr gefragt“, sagt Astrid Zilch vom Reisebüro Zilch in Rotenburg. „Hierbei werden natürlich Fahrten in die Krisenländer vermieden und eher Reisen in das östliche und westliche Mittelmeer von unseren Kunden gesucht.“

Die Folge der geringeren Nachfrage bei Zielen, wie zum Beispiel der Türkei, sind sinkende Preise für die Hotels. Das führt aber nicht zu einer Zunahme der Reisezahlen in diese Länder: „Das Sicherheitsbedürfnis wiegt hier höher als die Kosten“, erklärt Matthias Mayer, Vertriebsleiter des Derpart Reisebüros Krug in Bad Hersfeld, den aktuellen Buchungstrend. Aber jeder müsste selber entscheiden, wohin er reisen möchte.

Die befragten Reisebüros betonen, dass viele Hotels in Spanien, Italien oder auch an der deutschen Nordseeküste durch den Wegfall von Ägypten und Tunesien schon belegt seien. Buchungen in diesem Jahr für Ferien im europäischen Raum müssten deshalb so schnell wie möglich erfolgen. 

 Von Melinda Birmes 

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