Terror, Dunkelheit und verwaiste Gaststuben

Nadine Maaz

Die aktuellen Geschehnisse in Paris machen betroffen und wütend. Mit den Worten „Je suis Charlie“ haben zahlreiche Menschen weltweit ihre Solidarität mit den Opfern des Terroranschlags auf das Satire-Magazin „Charlie Hebdo“ ausgedrückt und sich damit auf die Seite der Meinungsfreiheit gestellt, so auch unsere Zeitung.

In die Hände spielen derartige Greueltaten im Namen Allahs zudem den Anhängern der Pegida-Bewegung, die vor einer Islamisierung des Abendlandes warnen.

Besorgt über die möglichen Folgen zeigte sich auch Merci-Preisträgerin Maha Hussein (unser heutiges Wochenendporträt). Die 38-jährige Kurdin und Muslimin kam 2001 von Syrien nach Deutschland. Noch hat sie zwar keine offene Fremdenfeindlichkeit erlebt, aber sie weiß wie es ist, in Angst und Schrecken zu leben, bangt sie doch täglich um ihre Familie in der Heimat.

Immer noch dunkel ist es in Bad Hersfeld im Kreisel zur Uffhäuser Straße. Die wegen eines technischen Defekts schon vor einigen Wochen abmontierte Europablume mit ihren leuchtenden Kugeln sollte eigentlich noch vor Weihnachten repariert sein. Woran auch immer es nun scheitert – nicht wenige Bad Hersfelder hoffen, bald wieder den Anblick der bunten Lichter genießen zu können.

Nicht auf Rosen gebettet ist die Gastronomie im Landkreis, insbesondere außerhalb der Stadtmauern, wo die Laufkundschaft fehlt. Nicht nur der Gasthof auf dem Eisenberg ist verwaist. Auch die Marktgemeinde Niederaula muss sich nach einem neuen Pächter oder Käufer für den Dorfkrug in Kerspenhausen umsehen. Die Betreiber des Gastronomietraktes im Gemeinschaftszentrum, die erst im Mai gestartet waren, haben ihren Vertrag bereits zum Jahreswechsel gekündigt.

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