Hersfelder Ventilatoren-Produzent investiert 500 000 Euro

Ein Teil von TLT bleibt im Schilde-Areal

Bad Hersfeld. Auch nach dem endgültigen Auszug der Grenzebach BSH GmbH und des Geschäftsbereichs Industrieventilatoren der TLT Turbo GmbH aus dem innerstädtischen Schilde-Areal in Bad Hersfeld bleibt zumindest ein Teil der TLT am geschichsträchtigen Standort erhalten: Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Ventilatoren-Herstellers am Seilerweg wurde gerade mit einem Kostenaufwand von etwa 500 000 Euro saniert und technisch auf den neuesten Stand gebracht.

Diese Investition ist der vorläufige Schlusspunkt unter umfangreiche Neu- und Umstrukturierungen an allen drei Unternehmensstandorten in Bad Hersfeld. Mehr als fünf Millionen Euro sind dabei in die Produktionsstätten am Weinberg (Gebäude- und Tuinnelventilatoren) sowie auf dem Petersberg (Industrieventilatoren) geflossen (unsere Zeitung berichtete).

Effizienz und Belastbarkeit

Der Forschungs- und Entwicklungsabteilung am Seilerweg stehen nun etwa 1000 Quadratmeter Prüffläche sowie 50 Quadratmeter Büroraum zur Verfügung. Zwei Ingenieure und zwei Schlosser ermitteln hier mit Hilfe von Studenten, Diplomanden und Praktikanten aerodynamische Kenndaten von Ventilatoren, testen Effizienz, Akustik und Belastbarkeit. Künftig sollen hier auch Brandversuche erfolgen. TLT arbeitet hier nicht nur für eigene Produkte, sondern auch als Dienstleister im Fremdauftrag.

Damit Kunden und Passanten die Historie des Industriestandortes mitten in der Stadt nachvollziehen können, wurden an der Parkplatzzufahrt nicht nur zwei Ventilatoren-Laufräder aufgestellt, sondern auch fünf großformatige Schautafeln. Hier lässt sich die Geschichte vom Ur-Vater des Hersfelder Ventilatoren-Baus, Benno Schilde, bis zur Gegenwart nachlesen. Professionell gestaltet wurden die Tafeln mit Hilfe der Firmen Ultraviolett und Complot.

Hintergrund, zum tage

Von Karl Schönholtz

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