Kreis und Abfallverband uneinig über Kostenaufteilung

Tauziehen um Brücke

Bad Hersfeld. Das Land Hessen ist bereit, sich an den Kosten für die Sanierung der Sandsteinbrücke bei Friedlos zu beteiligen, über die unter anderem die Müllautos zur Deponie auf dem Mittelrück rollen.

Die mündliche Zusage hat der Vorstand des Abfallwirtschaftszweckverbands (AZV) aus Wiesbaden schon erhalten. Eine schriftliche Bestätigung und eine Angabe über die Höhe steht noch aus. Das berichtete Vorstandsmitglied Horst Hannich der Versammlung im Rahmen der Sitzung, die am Dienstag im Bad Hersfelder Kreistagssitzungssaal stattfand.

Liegt eine Zusage vor, soll erneut über die Kostenteilung zwischen Landkreis, dem Eigentümer der Brücke, und dem AZV als Hauptnutzer der Zufahrt zur Kreismülldeponie, verhandelt werden. Solange hat der AZV sein Baugeld auf Eis gelegt.

Bei einer Verkehrszählung hat der AZV festgestellt, dass in einer Woche nur 17 Prozent aller Fahrzeuge und nur ein Drittel aller Lastwagen, die die Brücke benutzen, zur Deponie gefahren sind.

Noch eine Zählung

Eine weitere Zählung soll diese Feststellung untermauern. Der Vorstand des AZV ist bereit, sich an den Reparaturkosten zu beteiligen, will aber nicht allein die Zeche zahlen. Auch eine fachkundige Dienststelle, die den Bau plant und betreut, muss schließlich noch gefunden werden. Der AZV hat keine eigene Bauabteilung. (kh)

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