Das junge Pfarrerehepaar Leinweber übernimmt das Kirchspiel Asbach/Eichhof

Mit Tatkraft ans Werk

Susanne (30) und Simon Leinweber (37) mit ihrem aufgeweckten Sohn Milo (2) in der Mitte. Das Pfarrerehepaar freut sich schon auf die bevorstehende Arbeit in ihrer neuen Gemeinde.

Asbach. Die Wände im Wohnzimmer des Pfarrhauses Asbach sind in einem fröhlichen Orange gestrichen. Vor dem Fenster, mit Blick auf den weitläufigen Garten, steht ein Vogelkäfig mit einem vergnügt zwitschernden Wellensittich und auf dem schwarzen Ledersofa turnt der kleine Milo herum. Nichts deutet darauf hin, dass Simon und Susanne Leinweber mit ihrem Sohn Milo vor gerade mal zwei Wochen in ihr neues Haus eingezogen sind. Im Gegenteil – sie strahlen über das ganze Gesicht und fühlen sich sichtlich wohl in ihrer neuen Heimat. „Die Mentalität der Menschen passt, es ist nichts Fremdes hier und wir sind auf eine sehr liebe Weise willkommen geheißen geworden“, erzählt Simon Leinweber. Und tatsächlich klingelt es nur wenig später an der Tür und der Pfarrer kommt mit einen großen Blumenstrauß in den Händen zurück.

Wunsch-Gemeinden

Die Leinwebers, die aus dem Landkreis Fulda und dem Raum Kassel kommen, haben sich bewusst für die Gemeinden Asbach, Beiershausen, Kohlhausen und Eichhof entschieden. „Wir mögen das ländliche Leben und die Kirche hat hier noch einen ganz anderen Stellenwert“, sagt Simon Leinweber. Außerdem war den beiden die Nähe zu Freunden und Familie sowie die Möglichkeit der Stellenteilung sehr wichtig: „Wir sehen das als Chance und da wir beide arbeiten möchten, ist das die gerechteste Lösung“, erklärt die frisch ordinierte Susanne Leinweber. Die Stellenteilung sei auch für die Gemeindemitglieder von Vorteil, da diese künftig sowohl einen weiblichen und männlichen Ansprechpartner als auch eine Abwechslung beim Gottesdienst haben würden.

Pfarrer aus Überzeugung

Während des Gesprächs sprühen Simon und Susanne Leinweber vor Motivation und Tatendrang. Sie sind Pfarrer aus Überzeugung. Beide stammen aus religiös geprägten Familien und schätzen an ihrer Arbeit die Vielfältigkeit und die Begegnung mit den vielen unterschiedlichen Menschen – nicht umsonst bezeichnen sie ihr neues Heim als ein „offenes Haus“, in das jeder herzlich eingeladen ist.

Zudem treibt die Pfarrfamilie der Wunsch, den eigenen Glauben an andere Menschen weiterzugeben und das Evangelium lebensnah zu vermitteln. „Das Pfarramt ist die Schnittstelle zwischen Gott und den Menschen“, erläutert der Familienvater. Und genau diesen Zielen wollen die Leinwebers in ihren neuen Gemeinden nun nachgehen. Susanne Leinweber, die unter anderem für den Konfirmandenunterricht zuständig sein wird, liegt die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen am Herzen und möchte sich besonders für die Jugendarbeit einsetzen.

Aber zunächst einmal heißt es, sich bei allen Gemeindemitgliedern vorzustellen und zu schauen welche Bedürfnisse überhaupt bestehen. „Wir gucken, was die Menschen brauchen und dann überlegen wir, was wir für Kirche und Dorf tun können“, sagt Simon Leinweber.

Von Christin Hanisch

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