Feier des Masleniza-Fests im Ikuz

Tanz um die Winterpuppe

Farbenfrohes Fest: Vor Beginn der orthodoxen Fastenzeit wird noch einmal kräftig gefeiert. Dazu hatte der deutsch-russische Chor Rjabinuschki ins Interkulturelle Zentrum (Ikuz) in der Burggasse eingeladen. Fotos: nh

Bad Hersfeld. Das Interkulturelle Zentrum (IkuZ) platzte aus allen Nähten, nachdem der deutsch-russische Chor Rjabinuschki am Samstag zum traditionellen Masleniza-Fest eingeladen hatte. Mehr als 100 Gäste und Akteure bevölkerten nicht nur die Räume des Interkulturellen Zentrums – der Chor präsentierte sein umfangreiches Programm vor Beginn der orthodoxen Fastenzeit auch in der verkehrsberuhigten Zone der Burggasse. Masleniza bedeutet so viel wie „Butterfest“. Noch einmal durfte geschlemmt und gefeiert werden, bevor die „mageren“ Tage beginnen.

Schon von Weitem drangen die typisch russischen Klänge an das Ohr oder der Duft von gegrillten Fleischspießen in die Nase. Es wurde gesungen, getanzt, auf Stelzen gelaufen oder zum Tauziehen eingeladen. Erwachsenen wie Kindern wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten. „Wir haben ein wenig Verspätung mit unserem Fest“, äußerte die Chorleiterin Nelly Neufeld in ihrer Begrüßungsansprache, „aber ich denke, dass der liebe Gott uns verzeihen wird.“ So verging der Nachmittag mit dem unterhaltsamen Programm wie im Flug, bis nebenan in den Anlagen der Nordschulteiche die Winterpuppe aus Stroh entzündet wurde. Zu den Klängen des Schifferklaviers von Nelly Neufeld sang und tanzte der Chor gemeinsam mit den Besuchern aus der ganzen Welt von Südamerika bis Israel, von Schweden bis zum Kongo oder Haiti um das Feuer, bis es erloschen war. (red/zac)

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