Das ehemalige Elisabeth-Krankenhaus dient jetzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Tagesklinik vor Einzug

Fast fertig: Noch ist das ehemalige St. Elisabeth-Krankenhaus in Bad Hersfeld ein bisschen Baustelle, doch bis Ende dieses Monats wird hier die Kinder- und Jugendpsychiatrie des Herz-Jesu-Krankenhauses in Fulda mit einer Tagesklinik, der Ambulanz und einer Schule für die kranken Kinder einziehen. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Die neue Kinder- und jugendpsychiatrische Tagesklinik (KJP) in Bad Hersfeld steht kurz vor der Eröffnung. Noch haben die Handwerker im ehemaligen St. Elisabeth-Krankenhaus im Kurviertel das Sagen, doch bis Ende dieses Monats übernimmt das Fuldaer Herz-Jesus-Krankenhaus die Immobilie, die seit Oktober 2013 für insgesamt 5,5 Millionen Euro nach den Plänen des Architekturbüros von Frank Dorbritz umgebaut wurde. 2,3 Millionen Euro übernimmt das Land Hessen.

Eingerichtet werden hier eine Tagesklinik mit insgesamt 16 Plätzen und eine Schule für die Patienten. Diese wird als Außenstelle der Fuldaer St.-Lioba-Schule für Kranke betrieben. Die offizielle Eröffnung der Tagesklinik ist für den 1. April vorgesehen.

Ambulanz zieht um

Darüber hinaus wird hier auch die Kinder- und jugendpsychiatrische Ambulanz, die derzeit noch an der Robert-Heil-Straße untergebracht ist, ihren neuen Platz finden.

In der Klinik entstehen insgesamt 30 Arbeitsplätze, darunter die von zwei Lehrern.

Im Kreis Hersfeld-Rotenburg gibt es neben der Institutsambulanz keinen niedergelassenen Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Allerdings behandelt das Herz-Jesu-Krankenhaus schon bisher in Fulda junge Patienten stationär sowie teilstationär in zwei Tageskliniken.

Chefarzt ist Privatdozent Dr. Frank Theisen. Nach seinen Angaben wurden im vorvergangenen Jahr stationär rund 120 Patienten behandelt, teilstationär waren es 200 und ambulant über 1000.

Die Wartezeiten für einen Platz in der Bad Hersfelder Ambulanz liegen bei etwa sechs bis acht Wochen, erklärte der Chefarzt weiter. Allerdings: Auf Notfälle, wenn etwa ein Kind oder Jugendlicher Selbsttötungsabsichten äußert, wird in der Ambulanz sofort reagiert.

Im März 2012 war Schluss

Das St. Elisabeth-Krankenhaus hatte seinen Betrieb im März 2012 eingestellt.

Hinweis für KJP-Patienten: Bis zum Freitag, 23. Januar, finden die Termine noch in der Institutsambulanz in der Robert-Heil Straße statt. Am 26. und 27. Januar zieht die Ambulanz in die neuen Räume am Weinberg um.

Von Karl Schönholtz

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