Regionale Künstler präsentieren sich bei „OpenHouse“ im Buchcafé – Klaviermusik, Gedichte und Blues

Tänze aus Orient und Okzident

Zehn Mitglieder der Ludwigsauer Volkstanzgruppe zeigten sich in reich verzierten Adels-Gewändern aus der Zeit des Rokoko auf der Bad Hersfelder Buchcafé-Bühne. Foto: Rödiger

Bad Hersfeld. Die Veranstaltungsreihe „OpenHouse“ des Bad Hersfelder Buchcafés hat sich zu einer festen Adresse für heimische Hobbykünstler gemausert. Am Freitagabend hatten zum sechsten Mal regionale Kleinkünstler aller Couleur die Gelegenheit, ihr Einstudiertes vor Publikum darzubieten. Das bunte Abendprogramm bot jede Menge Musik, Tanz und Lyrik im ständigen Wechsel.

Zum Auftakt zeigte die neunjährige Clara Fischer aus Bad Hersfeld ihr Können am Klavier. Die 16-jährige Nyin Dag aus Bebra sang einen englischen Popsong zur Musik von CD. Danach war die erste Gedichtlesung des Abends dran. Die 75-jährige Helga Schütrumpf aus Bad Hersfeld las aus ihren selbst gereimten Texten „Gedanken einer Fünfundsiebzigjährigen“.

Die „Teeny“-Tanzgruppe der Tanzschule „Ballady“ zeigte sich in orientalischem Outfit. In farbenfrohen Bauchtanzkostümen tanzten die jungen Damen elegant zu den orientalischen Rhythmen der Begleitmusik.

Die zweite lyrische Lesung des Abends kam von Klaus Sempert aus Rotenburg. Seine dichterischen Ergüsse trugen den romantischen Titel „Facetten der Liebe“.

Danach wurde es international. Der US-Amerikaner Chris Price und der Niederländer Hans Christand sangen Schlager und klassische Melodien. Besonders Hans Christand war mit Herzblut bei der Sache. Er schenkte den Damen in der ersten Reihe Blumen, während er „Tulpen aus Amsterdam“ schmetterte und versuchte sich furchtlos an klassischer Musik. Auch wenn nicht jeder Ton getroffen wurde, für seinen unterhaltsamen Beitrag gab es lautstarke Ovationen vom Publikum.

Eine weitere orientalische Tanzdarbietung zeigten sieben Kinder aus Bebra. Sie tanzten türkische Folkloretänze. Peter Schaub aus Bebra sang und spielte Eigenkompositionen und gecoverte Bluesnummern auf Gitarre und Mundharmonika.

Der dritte Lyrik-Beitrag des Abends kam von Andrea Arndt aus Hattenbach. Sie las eine traurige Kurzgeschichte über eine einsame Weltkriegswitwe.

Den Abschluss des Abends machte die Rokoko-Tanzgruppe der Volkstanzgruppe Ludwigsau. Ihre prachtvollen Rokokokostüme waren ein echter Hingucker. Die Darsteller stolzierten mit weißen Perücken nach Art des Adels dieser Epoche vornehm zu majestätischer Musik über die Buchcafé-Bühne.

Allen Akteuren wurden am Ende gelbe Rosen überreicht.

Von Werner Rödiger

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