250 Dinge, die wir in der Region mögen (250): Die Hersfelder Zeitung

Täglich schwarz auf weiß

Bad Hersfeld. Über 300 Menschen aus der Region haben uns in den vergangenen zwölf Monaten gesagt, warum sie täglich die Hersfelder Zeitung lesen. Natürlich vor allem wegen der aktuellen Informationen aus Stadt und Land, wegen des Lokalsports, aber auch wegen der lokalen Werbung, den Geburts-, Todes und Hochzeitsanzeigen, oder wegen Henner und Marie.

Über 2000 Menschen aus der Region haben in den vergangenen zwölf Monaten an unseren Gemeindespielen teilgenommen und mit Applaus ihre jeweiligen Teams beim Rätseln und auf dem Fahrradergometer vorangepeitscht.

Unzählige Leserinnen und Leser habe in den vergangenen zwölf Monaten mit uns den HZ-Geburtstag gefeiert – ob bei der Operetten-Gala, den „Dorfrockern“, beim Lolls-Lauf, -Ball oder -Schoppen. Und viele von ihnen haben bei meiner Jubilläumsfahrradtour dafür gesorgt, dass es richtig gut läuft.

Dafür bedanken wir uns von Herzen. Nach diesen intensiven zwölf Jubiläumsmonaten sind wir fest davon überzeugt, dass auch die Hersfelder Zeitung für ganz viele Menschen in unserem Landkreis zu den 250 Dingen gehört, die sie in der Region mögen. Und das macht uns stolz und glücklich.

Natürlich kann eine Zeitung nicht immer von allen gemocht werden. Das würde auch dem Wesen einer kritischen Presse widersprechen. Gerade in einem politisch so brisanten Jahr wie 2013 mit Bundes- und Landtagswahlen, mit Festspielstreit und Windkraft-Stürmen kann eine Zeitung nicht immer allen gefallen. „Es allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann“, weiß schon der Volksmund. Und eine Zeitung, die das versuchen wollte, währe zum Gähnen langweilig.

Was eine Tageszeitung allerdings von all dem vielen anderen bedruckten Papier unterscheidet, was ungefragt in unserem Briefkasten landet, ist die klare Trennung zwischen Nachricht und Kommentar. Auch wenn es 100-prozentige Objektivität vermutlich nur im Journalisten-Lehrbuch gibt, so streben wir doch täglich danach.

Der Markt für Tageszeitungen und Qualitätsjournalismus wird immer härter. Vor allem die elektronischen Medien attackieren die Print-Presse, wo sie können.

Besonders ärgerlich und auch wettbewerbsverzerrend ist das, wenn öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten mit Gebührengeld ihr Online-Angebot auf dem Rücken der selbstständigen Verlage ausbauen.

Trotz der Konkurrenz von Internet & Co – fast alle, die uns in diesem Jahr zum Geburtstag gratuliert haben, wünschen sich, dass die Hersfelder Zeitung noch möglichst langen in gedruckter Form erscheint. Nachrichten zum (Be)-Greifen, schwarz auf weiß. Das wünschen wir uns auch.

Wir können zwar nicht in die Zukunft schauen, aber wir setzen alles daran, dass Sie, liebe Leserinnen und Leser, die Hersfelder Zeitung auch noch in den nächsten 250 Jahren mögen werden.

Von Kai A. Struthoff

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