Korridor für geplante Stromtrasse sei ungeeignet

Suedlink: CDU will einen Runden Tisch

Hersfeld-Rotenburg. In der Debatte um eine Gleichstrom-Höchstspannungsleitung durch den Landkreis schlägt die CDU vor, einen Runden Tisch einzuberufen. Mit einem entsprechenden Änderungantrag reagiert die Union auf eine Resolution der SPD, die der Kreistag am kommenden Montag, 7. Juli, behandeln wird.

„Wir teilen die Bedenken, dass der vorgesehene Trassenkorridor nicht geeignet ist“, sagt der CDU-Kreisvorsitzende Timo Lübeck über die geplante Suedlink-Leitung, die durch Neuenstein, Kirchheim und Niederaula verlaufen soll. Er sieht den Ausbau des Stromnetzes im Zuge der Energiewende als zwingend notwendig an. „Uns geht es darum, dass die Interessen der betroffenen Bürger in besonderer Weise gewahrt werden“, sagt Lübeck.

CDU-Kreistagsfraktionschef Herbert Höttl fordert deshalb einen Runden Tisch, an dem Bundesnetzagentur, der Netzbetreiber Tennet, Bürgerinitiativen und die politischen Verantwortungsträger sitzen sollen. Außerdem verlangt Höttl höchstmögliche Transparenz bei der Planung: „Insbesondere ist detailliert offenzulegen, welche Gründe für die Auswahl der Vorzugstrasse ausschlaggebend waren.“ Alternativtrassen sollten nachvollziehbar abgewogen werden.“

Höttl: vorbehaltlos prüfen

Insbesondere fordert Höttl, dass der Einsatz von Erdkabeln vorbehaltlos geprüft wird. Die gesundheitlichen Bedenken der Bevölkerung müssten ernst genommen und die Interessen der Landwirte berücksichtigt werden.

„Bei der Abwägung zwischen den Belangen des Naturschutzes und dem Gesundheitsschutz müssen die Interessen der Bürger ein besonders Gewicht bekommen“, sagte Höttl. (red/mcj)

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