Hessische Gemeinden arbeiten zusammen

Suedlink-Planung offiziell eröffnet

Neuensteins Bürgermeister Walter Glänzer ist der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft. Foto: nh

Hersfeld-Rotenburg. Das offizielle Planungs- und Genehmigungsverfahren für das Vorhaben „Höchstspannungsleitung Wilster – Grafenrheinfeld“ (SuedLink) ist gestern eröffnet worden. Das teilte der Bauherr der Trasse, die Tennet TSO GmbH jetzt mit.

In den nächsten Wochen wird die Bundesnetzagentur den Antrag umfassend prüfen und bewerten. Im Anschluss an dieses Prüfverfahren und nach Klärung aller offener Fragen wird die Bundesnetzagentur Antragskonferenzen ausrichten und damit weitere Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger und Träger öffentlicher Belange schaffen, um Anmerkungen und Alternativen in die Planung miteinfließen lassen zu können, heißt es in einem Schreiben von Tennet, das unter anderem der Neuensteiner Bürgermeister Walter Glänzer erhielt.

Das Stromleitungsprojekt „SuedLink“ bezeichnet die Planung zweier paralleler Höchstspannungsleitungen von Norddeutschland nach Bayern. Dabei wird der Weg des Gleichstroms auch durch Hessen geleitet.

Der Hessische Städte- und Gemeindebund hatte jetzt zur Gründung einer kommunalen Arbeitsgemeinschaft zum Stromleitungsprojekt „SuedLink“ nach Neuenstein (Kreis Hersfeld-Rotenburg) eingeladen. Gesprächspartner waren Mitarbeiter des Hessischen Wirtschaftsministeriums und der Bundesnetzagentur.

53 von der Trassenplanung berührte hessische Gemeinden, die im Planungsverfahren beteiligt werden, waren der Einladung nach Neuenstein gefolgt, Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg sind Neuenstein, Niederaula und Kirchheim betroffen

Glänzer ist Vorsitzender

Als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft wurde einstimmig Bürgermeister Walter Glänzer (Gemeinde Neuenstein) gewählt. Die Kommunen wollen klären, ob die künftige Trasse notwendig ist, welche Alternativrouten es gibt und inwieweit eine Erdverkabelung möglich ist.

Sie wollen dafür sorgen, dass die Planungen der Gleichstromtrasse mit den Zielen der Raumordnung übereinstimmen und sowohl die Belange des Schutzes von Natur und Mensch als auch der Abstand zu Siedlungen Beachtung finden. Zu letzterer Frage hat die Arbeitsgemeinschaft bei ihrer konstituierenden Sitzung an das hessische Wirtschaftsministerium die Forderung gestellt, verbindliche Mindestabstandsflächen in der Landesplanung vorzugeben. (red/zac)

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