Interessen bei der Trassenfindung sollen über die Landesgrenzen hinweg gebündelt werden

Suedlink: Kreis tritt Initiative bei

Hersfeld-Rotenburg. Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg tritt der Suedlink-Initiative der Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden, Lippe, Höxter, Kassel, der Stadt Lügde, der Gemeinde Bad Emstal und der Region Hannover bei, um über die Landesgrenzen hinweg die Interessen gemeinsam zu verfolgen. Diesen Beschluss fasste der Kreisausschuss unter Vorsitz von Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt.

Ziel des Zusammenschlusses ist der Wunsch, bereits zu Beginn des Verfahrens bei der Suche nach dem besten aller Verläufe Einfluss zu nehmen. Die vorgesehene Gleichstromleitung zwischen Wilster und Grafenrheinfeld tangiert den westlichen Teil des Landkreises Hersfeld-Rotenburg in den Gemeinden Neuenstein, Kirchheim und Niederaula.

Tennet, einer der führenden europäischen Übertragungsnetzbetreiber, beabsichtigt, die öffentliche Diskussion auf kleinräumige Varianten der von ihr gewünschten Trasse zu reduzieren. Deshalb sei zunächst Klarheit über die Wahl des großräumigen Trassenkorridors zu schaffen, um danach die kleinräumigen Alternativen zu behandeln, heißt es vonseitern der Initiative. Es solle nicht die Leitung als solche in Frage gestellt, sondern beleuchtet werden, ob die Vorfestlegung des in Rede stehenden Trassenkorridors willkürfrei und unter Beachtung der gegebenen Raumwiderstände erfolgt ist, lautet der Beschluss des Kreisausschusses.

In dieser Phase sollten die betroffenen Landkreise und Kommunen vortragen, wie der Untersuchungsrahmen abzugrenzen ist, welche Alternativen zu prüfen und welche Inhalte zu beachten sind. Zwischenzeitlich haben auch der Schwalm-Eder-Kreis und der Landkreis Fulda ihr Interesse bekundet, sich anzuschließen. (red/nm)

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