„Artcore“: Schüler nähern sich der Kunst mit allen Stilmitteln

Sie suchen das Herzstück

Auf der Suche nach dem Kern der Kunst: „Sprechende Gesichter“ ist der Titel einer Bildergalerie im Kunstfoyer der Modellschule Obersberg, die während der Vernissage viele Betrachter ansprach. Foto: Hettenhausen

Bad Hersfeld. „Artcore“ ist der Titel einer Ausstellung, die mit einer kleinen Feier und dem Klavierspiel von Caroline Lemoine im Kunstfoyer der Modellschule Obersberg eröffnet wurde.

Die Schüler und Schülerinnen der bisherigen Kunstkurse der Schule hatten sich auf die Suche nach dem Kern (Core), dem Herzstück der Kunst (Art) begeben und dabei spannende Erfahrungen mit Techniken und persönlichen Entwicklungen gemacht.

Mit den Mitteln von Malerei, Plastik, Fotografie, Grafik, und Architektur versuchten sie, Kunst für sich zu definieren und umzusetzen. Eva Martens-Salzmann, Kunstlehrerin und zusammen mit dem Kunst-Leistungskurs Organisatorin der Ausstellung, fasste die gewonnenen Einsichten zusammen: „Was der Kern der Kunst ist, bleibt auch ein bisschen dem Auge des Betrachters überlassen. Es gibt keine einheitliche Definition.“

Gesichter für „Wortreich“

Das macht den Umgang mit Kunst und dementsprechend auch die Ausstellung dieser professionellen Ergebnisse spannend, vielseitig und individuell. Übergroße sprechende Gesichter, mit Öl auf 80 mal 80 Zentimeter große Leinwände gemalt, ziehen mitten im Foyer die Betrachter in ihren Bann. Sie werden dauerhaft im „Wortreich“ zu sehen sein, der künftigen Sprachausstellung im Bad Hersfelder Schilde-Park.

Fotos, Aquarelle, Modelle

Inszenierte Fotografien, die zu Plakaten bearbeitet wurden, überraschen mit ihrem Einfallsreichtum gleich zu Beginn der Ausstellung die Besucher. Farbenfrohes Action Painting, romantische Landschaftsaquarelle, mit Fotos dokumentierte Land-Art-Objekte, Holzschnitte, die Verfremdung und Aktualisierung bekannter Werke, figürliche Kohlezeichnungen und Tonreliefs sowie Architekturmodelle sind ebenso zu betrachten.

Sogar die dargerreichten Toasts waren kunstvoll mit Komplementär-, Kalt-Warm- und „Farbe-an-sich-Kontrasten“ dekoriert. Der Kern der Kunst ist vor allem bunt –dieses Fazit lässt sich auch mit Blick auf dieses Nahrungsangebot ziehen. Bis zum Ferienbeginn, dem 22. Juni, ist die Ausstellung am Obersberg zu sehen.

Von Vera Hettenhausen

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