EU-Finanzierung für fünf Stellen an Schulen läuft aus

Suche nach Sponsoren für die Job-Coaches

Hersfeld-Rotenburg. Sie sind Berufstrainer an fünf Schulen im Kreis und werden dort Job-Coaches genannt: Ende Januar 2012 endet die Finanzierung dieser Stellen durch die Europäische Union (EU). Das bedeutet, dass die Job-Coaches ihren Job verlieren werden, mit dem sie in den vergangenen Jahren vielen Jugendlichen im Kreis beim Übergang von der Schule in den Beruf zur Seite standen. Jetzt werden Sponsoren gesucht, um das auslaufende Bundesprogramm mit dem Namen Xenos auf eine neue finanzielle Basis stellen zu können und die Fortführung zu sichern.

Bei einem Treffen in Rotenburg haben sich jetzt nach Auskunft von Kreispressesprecher Michael Adam Vertreter der Schulen, heimischer Wirtschaftsverbände, Geldinstitute, der Arbeitsvermittlung und der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, die das Projekt wissenschaftlich begleitet hat, zusammengefunden, um Bilanz zu ziehen und nach Wegen für die Zukunft zu suchen. Eingeladen hatte dazu die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz (SPD).

Man sei sich einig gewesen, dass das Programm der Berufsorientierung für Schüler ausgesprochen wirkungsvoll und erfolgreich gelaufen sei, berichtet Adam. Xenos ergänze die Angebote seines Hauses, erklärte beispielsweise Arbeitsagentur-Chef Matthias Oppel. Das Programm habe der Sparkasse interessierte Schüler vermittelt, einige habe man übernehmen können, lobte auch Ausbildungsleiter Andreas Zaenker.

Die Hamburger Universität hatte festgestellt, dass die Job-Coaches für die Berufsorientierung der Schüler fast genauso gefragt seien wie die Eltern. Die Uni empfiehlt, ein Regelangebot aus dem Projekt zu machen. Auch Jürgen Krompholz vom Staatlichen Schulamt betonte, man brauche die Trainer, um die Ausbildungsreife der Jugendlichen zu verbessern. Vizelandrätin Künholz möchte nun Sponsoren gewinnen, um die Arbeit der Berufstrainer fortsetzen zu können. (ank)

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