Weltmusik-Quartett „Quadro Nuevo“ unterhielt die Zuschauer im Buchcafé

Suche nach dem goldenen Vlies

Das deutsche Weltmusik-Quartett „Quadro Nuevo“ gab gleich zwei Konzerte im Bad Hersfelder Buchcafé. Foto: Rödiger

Bad Hersfeld. Das Weltmusik-Quartett „Quadro Nuevo“ ist inzwischen zum Kronjuwel im jährlichen Musikprogramm des Buchcafés geworden.

Seit einigen Jahren bereits spielen die vier Virtuosen regelmäßig in Bad Hersfeld, und wegen der großen Kartennachfrage sogar an zwei Abenden hintereinander.

Diesmal waren die beiden Konzerte von „Quadro Nuevo“ ein gelungener Beitrag zur Konzertreihe „Deutschland und Europa im Buchcafé“, die in Kooperation mit den Bad Hersfelder Festspielen, Europolis 2050 und dem Bürgerbüro europe direct im Buchcafé veranstaltet wird.

Die musikalischen Weltenbummler von „Quadro Nuevo“ nahmen ihr Publikum mit auf eine Europareise mit vielen Stationen.

Typisch für diese Musiker ist, dass sie die Regionen selber bereisen, welche sie dann in ihren Kompositionen musikalisch reflektieren.

Und so hörte man diesmal neben Klängen von der russischen Krimhalbinsel und vom Balkan auch mediterrane Melodien oder einen lockeren Swing mit deutlich britischem Einschlag.

Ob Flamenco, Tango oder Musette – immer zeigten die vier Virtuosen eine geradezu unglaubliche Hingabe und Leidenschaft. Neben den atemberaubend schnellen Soli und der mitreißenden Dynamik beeindrucken „Quadro Nuevo“ immer auch mit der Fülle des Gefühls, das sie in ihre Songs legen.

Amüsant wurde es, als das Quartett das Buchcafé-Publikum nach Batumi ans Schwarze Meer entführte, denn dies ist der Sage nach der Ort, an dem Argonaut Jason einst das goldene Vlies fand.

Das berühmte Schaffell aus der griechischen Sage soll ja bekanntlich unermesslichen Reichtum bringen, und so machten sich „Quadro Nuevo“ auf einer abenteuerlichen Balkanreise auf die musikalische Suche nach dem Vlies.

Amüsante Anekdoten

Saxofonist Mulo Francel erzählte zwischen den Liedern weitere amüsante Anekdoten ihrer abenteuerlichen Reise quer durch die Walachei, die Karpaten und das griechische Bergland.

Das Vlies entdeckten sie dann übrigens irgendwo in Rumänien unter ihrem Bandbus, das Gold war längst abgefallen und das darunter hervorgezogene schwarze Schaffell inklusive einiger Knochen- und Fleischreste musste wohl im Dunkel der Nacht irgendwie unter die Räder des Fahrzeugs geraten und mit fortgezogen worden sein. (wr)

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