Stadtwerke rechtfertigen den Windpark-Kauf

Stuttgarter glauben an den Wehneberg

Bad Hersfeld. Nach dem Kauf der sechs Windanlagen im Bad Hersfelder Stadtwald für 28 Millionen Euro bekräftigen die Stuttgarter Stadtwerke erneut ihren Glauben an die Wirtschaftlichkeit des Projekts. „Das Vorhaben wurde ausführlich geprüft“, weist Geschäftsführer Dr. Michael Maxelon auf die Windprognosen und entsprechende Gutachten hin, an deren Qualität es keine Zweifel gebe.

Als kommunales Wirtschaftsunternehmen müsse man solche Investitionen selbstverständlich sorgfältig prüfen. Auch mögliche zeitweise Abschaltungen der Anlagen für den Tierschutz seien in die wirtschaftlichen Überlegungen bereits einbezogen. Gleichzeitig betonte Maxelon im Gespräch mit unserer Zeitung das langfristige Interesse am von Abo-Wind geplanten Windpark auf dem Wehneberg. „Wir sind kein Investor, der den Park möglichst schnell wieder verkaufen will“, so der Geschäftsführer. Die Betriebserlaubnis gilt für 20 Jahre.

Die 2011 neu gegründeten Stuttgarter Stadtwerke seien ein „Kind der Energiewende“ mit dem klaren kommunalen Auftrag für den Vertrieb von Ökostrom und Erdgas und das Vorantreiben der Energiewende in Deutschland.

Den Verkauf hatte zuletzt der CDU-Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich kritisiert. Auch die Bürgerinitiative „Retten den Stadtwald“ ist weiter skeptisch. (nm) Seite 2

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