56 Feuerwehreinsätze im Kreis Hersfeld-Rotenburg – Wohnhausbrand in Niederaula

Sturm hinterlässt Spuren

Dach kaputt: Auf die Friedhofskapelle von Obersuhl stürzte am Dienstagabend ein Baum. Foto: Feuerwehr Wildeck/nh

Hersfeld-Rotenburg. Dächer wurden zum Teil durch den Sturm abgedeckt, Bäume stürzten um und versperrten Straßen: Das Unwetter am Dienstaghaben hat seine Spuren im Landkreis Hersfeld-Rotenburg hinterlassen.

Zu insgesamt 56 Einsätzen rückte die Feuerwehr im Kreis laut Unwetter-Statistik aus. In zehn Fällen ging es um abgedeckte Dächer, in 45 waren umgestürzte Bäume der Einsatzgrund. Dramatische Schäden habe es aber laut Kreissprecher Michael Adam aber im Großen und Ganzen nicht gegeben.

Allein die Feuerwehren in Wildeck mussten zu 23 Einsätzen ausrücken, berichtete deren Pressewart Carsten Braun. Demnach beschäftigte ein Baum, der auf die Friedhofskapelle in Obersuhl gestürzt war, die Brandschützer bis in die Nacht. Mithilfe des Krans eines ortsansässigen Zimmermanns wurde der Baum angehoben, die Feuerwehr half noch bei der Noteindeckung des Daches.

Am Gelände des Angelsportvereins am Obersuhler Rhäden und in Feldfluren waren Wege von umgestürzten Bäumen blockiert. Von der Wache in Obersuhl aus wurden alle Einsatzstellen koordiniert. Priorität hatten die Fälle, in denen Menschen in Gefahr oder durch umgefallene Bäume in ihrer Bewegungsfreiheit blockiert waren, erklärte Braun. Er lobte die gute Zusammenarbeit aller Wildecker Wehren, durch die die Einsatzstellen professionell abgearbeitet werden konnten.

Nach einem Wohnhausbrand in Niederaula an der Straße Weinberg am Dienstagabend gegen 18.20 Uhr hat die Bad Hersfelder Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. Entgegen erster Vermutungen könne auch ein Blitzeinschlag als Brandursache nicht ausgeschlossen werden.

War Blitzschlag die Ursache?

Nachbarn hatten die Flammen bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Die Bewohner befanden sich zu diesem Zeitpunkt nicht im Haus. Der Brand war wohl im ersten Obergeschoss ausgebrochen, vermutlich im Wohnzimmer. Verletzt wurde niemand, das Haus ist allerdings unbewohnbar. Im Einsatz waren die Feuerwehren Niederaula, Kleba, Kerspenhausen, Hattenbach, Mengshausen und Solms mit etwa 70 Einsatzkräften.

In Kichheim fegte der Sturm einen gut 60 Zentimeter dicken Baum um. Die Feuerwehr Kirchheim rückte aus und zerteilte den Baum, damit die Anwohner in der Waldesruh wieder zu ihren Häusern kamen.

Zeitgleich gab es in einigen Kirchheimer Ortsteilen einen fast einstündigen Stromausfall; vermutlich auch durch einen Blitzeinschlag. In Philippsthal rückte die Feuerwehr mitten in der Nacht zu einem umgestürzten Baum im Bereich Röhringshof aus. (sis/nm/jk)

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