Leichtsinn: Mit Sommerreifen am Berg – Kein Durchkommen für die Räumfahrzeuge

Stundenlanger Stillstand am Pommer

Bad Hersfeld. Gegen 15 Uhr setzte am Sonntagnachmittag rund um das Kirchheimer Dreieck heftiger Schneefall ein. Binnen weniger Minuten waren die Autobahnen von einer geschlossenen Schneedecke überzogen. An den Steigungsstrecken ging nichts mehr. Am Anstieg zum Pommer zwischen Homberg Efze und Neuenstein trat der Verkehrsinfarkt ein. Lastwagen kamen die Steigung nicht hinauf. Autos schlängelten sich so gut es ging hindurch. Die Autofahrer standen teilweise mehrere Stunden genervt im Stau. Man war glücklich über jeden Meter, den man weiter fahren konnte. Der Fahrer eines VW-Golf kam auf der glatten A5 Richtung Frankfurt ins Schleudern und landete mit seinem Fahrzeug auf der Leitplanke. Der Kleinwagen einer Autofahrerin aus Kassel kam auf dem Anstieg der Autobahn nach Kassel zur Kreuzeiche ins Schleudern, prallte gegen die Leitplanke und blieb auf der mittleren Fahrspur liegen. Um vor den herannahenden Fahrzeugen in Sicherheit zu sein, wurde der Völlig zerstörte Kleinwagen eilig in eine Betriebsabfahrt gefahren.

Im gesamten Zuständigkeitsbereich der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld ereigneten sich vom Nachmittag bis etwa 23.00 Uhr insgesamt 14 Verkehrsunfälle bei denen glücklicherweise nur vier Personen leicht verletzt wurden.

Der Schaden beläuft sich in etwa auf 70 000 Euro.

Besonders betroffen von den Verkehrsbehinderungen war die Autobahn Fulda Kassel am Pommer zwischen den Anschlussstellen Bad Hersfeld West und Homberg/Efze.

Hier waren vermehrt Fahrzeuge liegengeblieben, die auf Sommerreifen unterwegs waren und die Steigungsstrecken nicht meisterten.

Trotz aller Bemühungen der Autobahnmeisterei Kirchheim gelang es nicht, die Fahrbahn schnellstens frei zu bekommen, da durch die Fahrzeuge alle Fahrstreifen zugestellt waren. Erst nach etwa vier Stunden konnte die Fahrbahn der BAB 7 in Richtung Süden wieder voll befahren werden. (kh/tv)

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