Verkauf des alten Verwaltungsgebäudes im Bad Hersfelder Schilde-Park ist vom Tisch

Studium Plus darf zurück

Prof. Dr. Fabian Tjon

Bad Hersfeld. Obwohl die genauen Kosten für eine Sanierung des alten Verwaltungsgebäudes im Schilde-Park noch nicht ermittelt sind, sagte Bürgermeister Thomas Fehling die Rückkehr der Bad Hersfelder Außenstelle der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in ihre ursprünglichen Räumlichkeiten zu. Ein zwischenzeitlich diskutierter Verkauf der Immobilie sei vom Tisch, erklärte Fehling am Mittwoch vor dem Stadtverordnetenausschuss für Bildung und Kultur.

Der war mit seinem Vorsitzenden Dr. Thomas Handke zu Gast im derzeitigen Provisorium der Hochschule, die im zweiten Obergeschoss der sogenannten Stockwerkshallen auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes im Schilde-Park untergebracht ist.

Dort geht es bei 120 Studierenden mehr als beengt zu, weil nicht einmal ein Aufenthaltsraum vorhanden ist. Nur eine mittlerweile legendäre Couch im Flur steht während der Pausen zur Verfügung.

Beklagen wollte sich Prof. Dr. Fabian Tjon, Leiter der Außenstelle, jedoch nicht. Man habe mit der Stadt „immer eine gute Lösung gefunden“, sagte er und freute sich über die Zusicherung des Bürgermeisters.

Zuvor hatte der Professor den politischen Gästen die Erfolgsgeschichte dieses „Satelliten“ der in Wetzlar beheimateten Hochschule erzählt. Mit 16 Studierenden hatte man im Wintersemester 2010/11 begonnen. Jetzt befinde man sich in einer Konsolidierungsphase, doch das erklärte Ziel sei eine Zahl von 150 jungen Menschen, die in Bad Hersfeld im dualen System mit dem Namen StudiumPlus Betriebswirtschaft oder Ingenieurwesen studieren.

Stolz ist Tjon zudem auf den 5. Platz von StudiumPlus in einem bundesweiten Hochschulranking.

Als Vertreter des Kooperationspartners CCD (CompetenceCenter Duale Hochschulstudien StudiumPlus) machte Axel Mensch deutlich, dass die meisten Absolventen direkt in den Beruf wechseln. Denn alle seien ja schon während des Studiums von einem Unternehmen angestellt.

Mensch, der vom Logistiker GLS in Neuenstein kommt, beklagte allerdings, dass sich in der Region noch zu wenige Unternehmen an StudiumPlus beteiligten. Als Ursache vermutet er einen zu geringen Bekanntheitsgrad des Angebots und fehlende Informationen.

Von Karl Schönholtz

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