Nentershausen und Sontra lagern Salz gemeinsam - Kooperation soll Geld sparen

Streuguteinkauf zu zweit

Kaufen gemeinsam ein: Ralf Hilmes, Bürgermeister von Nentershausen und Günter Heese vom Bauhof der Stadt Sontra vor der neuen Salzlagerhalle. Im Hintergrund stehen Klaus Kern, Horst Karges und Bernhard Walter vom Sontraer Bauhof. Foto: Achim Meyer

Hersfeld-Rotenburg. Maximal 200 Tonnen können die zwei Salzlagerhallen fassen, die die Gemeinde Nentershausen und die Stadt Sontra im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit vor kurzem in Sontra gemeinsam in Betrieb genommen haben. „Die Parterschaft soll den beiden Kommunen durch die gemeinsame Abnahme größere Mengen günstige Einkaufskonditionen verschaffen und so die Kosten für den Winterdienst senken“, sagt Ralf Hilmes, Bürgermeister von Nentershausen.

Da das Leben in den kleinen Ortsteilen spätabends zum Erliegen komme, müssten die Gemeindestraßen in der Nacht nicht mehr gestreut werden. „Wir haben stets einen angepassten Winterdienst gefahren“, sagt Hilmes.

Anders sehe es bei den Landes- sowie Kreisstraßen aus. Die Schuldenbremse dürfe nicht als Argument vorgeschoben, den Winterdienst zu kürzen. In einer ländlichen Region brauche man freie Wege, mahnt der Bürgermeister. Auf diese und weitere Kritik hat die Landesregierung reagiert und die geplanten Einschränkungen zurückgenommen.

Philippsthal baut Halle

Auch die Gemeinde Philippsthal baut derzeit eine neue Lagerstätte für Streusalz. „Wir stecken in den letzten Arbeiten und hoffen pünktlich fertig zu werden“, teilt Bauhofleiter Hartmut Fack mit. Auf Grund der fehlenden Lagermöglichkeit hätte man das Salz erst für eine spätere Lieferung und damit zu einem höheren Preis bestellen müssen. „Wir haben aber die Zusage, dass 125 Tonnen geliefert werden.“

Logistiker nicht betroffen

Logistikunternehmen in Nideraula – dort haben Post, TNT und andere Niederlassungen, müssten sich laut Rudolf Petz von der Gemeinde Niederaula keine Sorgen machen, dass Lastwagen in Schnee und Eis stecken bleiben. „Wir haben alles gebunkert, was geht. In unseren Hallen und Silos lagern um die 120 Tonnen Salz. Die wichtige Bundesstraße 62 wird ohnehin wie bisher vom Land gestreut.

Auch die Streusalzlager der beiden Straßenmeistereien im Landkreis Hersfeld-Rotenburg sind gut gefüllt. „Wir haben 2200 Tonnen in der neuen Halle, 600 Tonnen in der alten und dazu zwei Silos mit je 150 Tonnen – mehr geht nicht“, sagt der Leiter der Hersfelder Straßenmeisterei, Thomas Hoppe. Ähnlich sieht es auch bei der Straßenmeisterei Rotenburg aus. Laut Amt für Straßen- und Verkehrswesen Eschwege sollen in verschieden Lagerstätten im Bereich Rotenburg rund 1500 Tonnen Salz für den Winter bereit liegen.

Von Juri Auel

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