Klinikum Hersfeld und HKZ-Rotenburg setzen auf Vorbeugung

Strenge Kontrollen sichern Klinik-Hygiene

Hersfeld-Rotenburg. Der Tod zweier Babys wegen verunreinigter Infusionslösungen an der Uniklinik Mainz hat auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg Betroffenheit ausgelöst. Kann so etwas auch bei uns passieren? Wie steht es um die Hygiene in unseren Krankenhäusern?

Sie wird ständig kontrolliert. Das versichern Beate Erath, Leitende Abteilungsärztin des Zentrallabors und Hygienebeauftragte des Klinikums und Rolf Suter, Hygienefachkraft am Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg.

„Wir machen das sehr gewissenhaft“, betont Suter. Unter anderem werden regelmäßig alle Geräte auf ihre Sauberkeit untersucht, ebenso das Leitungswasser oder die Raumlufttechnik. Und natürlich die Hände der Mitarbeiter. Außerdem hält das HKZ einen engen Kontakt zur Aufsichtsbehörde, dem Gesundheitsamt und liefert dorthin alle Zahlen der Überprüfungen weiter.

Mitarbeiter werden geschult und können sich anhand von Merkblättern jederzeit informieren.

Regelmäßige Mitarbeiterschulungen sind auch am Klinikum Pflicht. Dass die erfolgreich sind, sieht Beate Erath unter anderem am Verbrauch von Hände-Desinfektionsmittel, der zum Beispiel in der Kinderklinik besonders hoch ist und ihr anzeigt, dass die Mitarbeiter großen Wert darauf legen, Keime nicht mit den Händen zu übertragen.

Besonders engmaschig werden kritische Bereich wie die Intensivstation, die Onkologie, wo Krebspatienten behandelt werden, oder die Neonatologie, die Frühgeborenenstation, kontrolliert, sagt Erath.

In Sachen Hygiene halte sich das Klinikum, so Erath, nicht nur an die Richtlinien des Robert-Koch-Instituts, sondern übertreffe sie in einigen Bereichen noch. „Mir ist es wichtig, nicht nur zu reagieren, sondern vorzubeugen“, betont sie.

„Wir tun hier alles, um uns der größtmöglichen Sicherheit anzunähern“, sagt Pflegedirektorin Karin Otto-Lange.

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Von Christine Zacharias

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