„Linke“ hat neue Hinweise auf Unregelmäßigkeiten

Streit um die Via: Zanger legt nach

Hersfeld-Rotenburg. „Ich rate Ihnen zur Vorsicht, Frau Künholz! Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen schmeißen.“ Mit diesen ungewöhnlich scharfen Worten und einen persönlichen Angriff auf die Erste Kreisbeigeordnete hat der Pressesprecher der Partei „Die Linke“, Horst Zanger, im Disput um den kreiseigenen Verein zur Integration von Arbeitskräften „Via“ nachgelegt.

Wie berichtet ermittelt die Staatsanwaltschaft Fulda auf Grund eines anonymen Hinweises wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit bei der Via.

Zanger erinnert nun daran, dass schon Künholz’ Vorgängerin Christa Bittner wegen „der Optionsumsetzung und deren beteiligten Gesellschaften „E.V.A. gGmbH“ und „Via e.V.“ in der Kritik gestanden habe. Das hatte damals sogar für überregionale Schlagzeilen gesorgt.

Persönlich betroffen

Horst Zanger sieht sich zudem auch persönlich betroffen. Er war früher selbst als Ein-Euro-Jobber bei der VIA beschäftig und meint, dies sei illegal gewesen, Er sei bereit, dies auch öffentlich darzustellen, schreibt er in einer Pressemeldung.

Zudem habe die „Linke“ aufgrund der Berichterstattung inzwischen Hinweise und Aussagen erhalten, „welche den Verdacht noch zu erhärten scheinen“, schreibt Zanger und kündigt an, diese Hinweise nach einer umfangreichen Prüfung an die Ermittlungsbehörden weiterreichen zu wollen.

Warnung: Ernst nehmen!

Mit Blick auf die Kreistagssitzung am kommenden Mittwoch warnt Zanger: „Der Ersten Kreisbeigeordneten, Frau Künholz, kann ich nur raten, den von der ‘Linken’ eingebrachten Berichtsantrag an den Kreisausschuss ernst zu nehmen und den Kreistag in seiner kommenden Sitzung über die Vorgänge bei dem Via umfassend zu unterrichten.“

Die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz hatte die Vorwürfe von Zanger als „Rufmord an der Via“ bezeichnet und erklärt:„Bei der Via ist nichts faul, bei der Via wird den Menschen geholfen, und sie werden für den ersten Arbeitsmarkt qualifiziert.“ (kai)

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