Arbeitskreis für Musik attackiert Holk Freytag

Streit um Stiftsruine: Oper geht vor Gericht

Bad HERSFELD. Der Streit zwischen Oper und Schauspiel um die Nutzung der Stiftsruine eskaliert. Der Arbeitskreis für Musik hat jetzt vor dem Landgericht Fulda einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung eingereicht. In einer Pressemitteilung wird Festspiel-Intendant Holk Freytag vorgeworfen, seine „Provokation und Anfeindungen“ hätten ein „unerträgliches Niveau“ erreicht, mit einem gütlichen nebeneinander von Oper und Schauspiel sei vorerst nicht mehr zu rechnen.

Hintergrund des Streits sind Pläne Holk Freytags, den Dresdner Kreuzchor am 5. Juli 2011 in der Stiftsruine auftreten zu lassen. Darin sieht der Arbeitskreis für Musik als Veranstalter der Opernfestspiele einen seit 1997 existierenden Vertrag über die Nutzung der Stiftsruine in gleichberechtigter Ko-Existenz zu den Festspielen verletzt. Freytag soll nun gerichtlich untersagt werden, den Kreuzchor auftreten zu lassen

„Die Vorwürfe des Arbeitskreises für Musik sind absurd und entsprechen in keinem Punkt der Wirklichkeit“, erklärte Holk Freytag gegenüber unserer Zeitung. Ihn interessiere ausschließlich die künstlerische und wirtschaftliche Entwicklung der Bad Hersfelder Festspiele. „Für unproduktive Grabenkämpfe fehlen mir das Interesse und die Zeit.“

Eine mit juristischen Mitteln erzwungene Absage eines Auftritts dieses in der ganzen Welt gefeierten Chores würde Bad Hersfeld der Lächerlichkeit preisgeben. (kai) Kreisseite 2

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