Notfahrpläne seit Freitag – zwei Drittel fallen aus

Streik bei Cantus: nur 65 Fahrten

Hersfeld-Rotenburg. Bereits seit Freitag wird das Verkehrsunternehmen Cantus bestreikt, das im gesamten Nordosten Hessens für den Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) unterwegs ist. Da der Streik bisher unbefristet ist, gelten auch weiterhin die Notfahrpläne, teilte Sabine Herms vom NVV mit.

Nur die Verbindungen in den Notfahrplänen können den Fahrgästen angeboten werden, alle anderen Züge müssten aufgrund des Streiks ausfallen. Von den etwa 175 Fahrten pro Tag, die auf den vier Linien zwischen Kassel, Göttingen, Bebra, Bad Hersfeld, Fulda, und Eisenach verkehren, können nur 65 angeboten werden. Damit fallen zwei Drittel des regulären Angebotes aus, erklärte die NVV-Sprecherin weiter. Der NVV empfiehlt, die geplanten Fahrten anhand der aktuellen Notfahrpläne zu überprüfen.

Unterdessen haben die Jungen Liberalen (JuLi) im Kreis die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) aufgefordert ihren Streik zu beende. Er sei nicht akzeptabel, weil viele Arbeitnehmer, sowie Schüler und Studenten in der Region den Zug nutzten, um zur Arbeit, Schule und Studium zu kommen. Der Notfahrplan von der NVV sei vor allem für Nachtschicht-Beschäftigte unzureichend aufgestellt, kritisiert der Juli-Vorsitzender Jan Schütrumpf. (red)

Weitere Infos: NVV-Internetseite www.nvv.de oder das NVV-Servicetelefon 0180 234 0180 oder unter www.cantus-bahn.de

Kommentare