Land will Rotenburg bei der Kasernen-Konversion unterstützen

Straßenbau: Bouffier dämpft Erwartungen

Hersfeld-Rotenburg. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat um Geduld bei der Umsetzung von Straßenbauvorhaben in der Region gebeten. „Wir haben die Absicht, alle geplanten Straßenbauprojekte umzusetzen – aber Stück für Stück“, sagte Bouffier in einem Gespräch mit unserer Zeitung.

Als Beispiele nannte er die Ortsumgehung Lispenhausen und den Neubau der B 27 Bad Hersfeld-Fulda. Die Landesregierung habe zwar alle Bauvorhaben im Bundesverkehrswegeplan 2015 angemeldet. Mit Blick auf die angespannte Finanzlage und die geplante Schuldenbremse ab 2019 könne nicht „auf Teufel komm heraus“ gebaut werden, sondern es müssten Prioritäten gesetzt werden. „Vielleicht werden einige Projekte um ein Jahr verschoben“, sagte Bouffier.

Der Ministerpräsident bekräftigte, dass auch die neue schwarz-grüne Landesregierung Rotenburg bei der Vermarktung des Geländes der Alheimer-Kaserne helfen werde. „Rotenburg braucht einen Ausgleich für den Verlust der Bundeswehr“, sagte Bouffier. Wie berichtet soll der Standort im Zuge der Bundeswehr-Reform bis etwa 2016 geschlossen werden.

Für den Ministerpräsidenten gehören dabei der Bau der seit Langem geplanten Umgehungsstraße Lispenhausen und die dritte Fuldabrücke zur besseren Anbindung und Vermarktung des Kasernengeländes zusammen. Allerdings spielten dabei auch die Kosten für den Brückenbau eine entscheidende Rolle.

Deshalb forderte er vor einer endgültigen Festlegung auf den Bau eine konkrete Fachplanung des Projekts. Es müsse konsequent weiterentwickelt werden. „Wir werden unsere Versprechen wahr machen, aber wir brauchen dafür auch belastbare Pläne“, sagte der Ministerpräsident.

Bouffier unterstrich die Bedeutung des Straßenbaus gerade in unserer Logistikregion. Dies sei ein wichtiger Aspekt bei den Koalitionsverhandlung mit den Grünen gewesen. (kai/mcj) zum Tage, SEITE 2

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