Hessen mobil – Neuer Zentralismus im Verkehrswesen

Straßenbau-Ämter von der Landkarte gefegt

Hersfeld-Rotenburg. Hessen mobil: Unter diesem neuen Begriff tritt seit dem Jahresbeginn die hessische Straßenbauverwaltung auf. Das neue Straßen- und Verkehrsmanagement hat den früheren zwölf Ämtern für Straßen und Verkehrswesen (ASV) in Hessen das Ende bereitet. Die klassischen Straßenbauämter, die sich an den Kreisgrenzen orientierten, sind hessenweit von der Bildfläche verschwunden. Das mächtige ASV Frankfurt wird zum Ende dieses Jahres aufgelöst.

„Die Neuaufstellung bedeutet keinen Qualitätsverlust“, versichert Reiner Weil als neuer Regionalbevollmächtigter für den Bereich Osthessen. Der frühere Leiter des ASV Schotten im Vogelsbergkreis ist zentraler Ansprechpartner für fünf Kreise und Kommunen zwischen Kassel und Gelnhausen. Er ist Wegweiser zu den in Wiesbaden zentralisierten Stabsstellen, die Straßen planen, bauen oder unterhalten, aber nicht weisungsbefugt.

Es sei Ziel der Reform, Personal zu sparen, ohne aber die Zuverlässigkeit der Dienste vor Ort zu gefährden. Das sieht Weil gewährleistet, denn am Personal der beiden Straßenmeistereien Hersfeld und Rotenburg sowie der Autobahnmeisterei werde nicht gespart.

Stabsstellen in Wiesbaden decken in Regionen und über angestammte kommunale Grenzen die klassischen Bereiche Planung, Bau, Betrieb und Verkehr ab. Bislang bestand jedes Straßenbauamt aus diesen vier Fachbereichen und wurde geleitet von einem allgegenwärtigen Straßenbaudirektor.

Das war im Fall des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen in Eschwege Peter Wöbbeking, der in der Amtsleitung von Ulrich Wieditz vertreten wurde. Diese ortsnahe Gesamtleitung existiert nun nicht mehr in Kassel, im Schwalm-Eder-Kreis, im Werra-Meißner-Kreis und in Hersfeld-Rotenburg. ZUM TAGE, HINTERGRUND, NÄCHSTE SEITE

Von Kurt Hornickel

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