Schlaglöcher: In diesem Jahr so schlimm wie schon lange nicht

Die Straßen sind regelrecht explodiert

bad hersfeld. Winterzeit ist Schlaglochzeit. In diesem Jahr gibt es wegen der tiefen Temperaturen besonders viele Frostaufbrüche in den Straßen. Experten gehen davon aus, dass bundesweit dreißig bis vierzig Prozent aller Straßen mit Schlaglöchern übersät sind.

„Die Pisten sind regelrecht explodiert. Egal, wo man fährt, es reiht sich Schlagloch an Schlagloch“, sagt Michael Adam aus dem Büro des Landrats. Sein Chef, Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, will aus diesem Grund zusätzlich Geld für die Reparatur von Kreisstraßen bereitstellen. Bis zu 250 000 Euro sollen für die Beseitigung von Winterschäden im Landkreis Hersfeld-Rotenburg in Kürze eingesetzt werden. Nicht viel Geld, wenn man bedenkt, dass der Landkreis für 248 Kreisstraßenkilometer verantwortlich ist. „Wenn das Geld nicht ausreicht, muss der Investitionsbereich Straßenbau, für den in diesem Jahr 2,54 Millionen Euro vorgesehen sind, noch einmal aufgestockt werden“, wagt Adam einen Ausblick.

Zustimmung steht aus

Zunächst muss die geplante Schnellhilfe des Landrats von den politischen Gremien abgenickt werden. Jetzt ist der Kreisausschuss gefordert. Am 1. März müsste dann der Kreistag zustimmen.

Die Ursachen für die extremen Frostaufbrüche sind klar. Durch Risse in ohnehin schon maroden Fahrbahnen dringt Wasser ein. An eiskalten Tagen friert es. Wenn dann ein schweres Fahrzeug darüberfährt, bricht der Asphalt heraus. Zurück bleibt ein Loch in der Straße.

Vor der Schlagloch-Problematik stehen auch die Kommunen. „Eine Erhebung über die aktuellen Straßenschäden haben wir noch nicht. Auch anderswo liegt da sicher noch nichts vor“, sagt Heringens Bürgermeister Hans Ries. Sobald der Schnee weg sei, müsste etwas getan werden. „Dann stellt sich die Frage, ob wir Flickschustern oder die zum Teil sehr alten Straßen erneuern. Das ist alles eine Frage des Geldes“, erklärt Ries. zum tage

Von Mario Reymond

Kommentare