Sieben Kommunen tragen Tourismus-Projekt entlang der beschaulichen Haune

Strampeln für den Radweg

Sie strampeln gemeinsam für den Haunetal-Radweg: von links Bürgermeister Karl-Josef Schwiddessen, Petersberg, 1.Beigeordneter Christof Erb, Gemeinde Künzell, Bürgermeister Alexander Hohmann, Burghaun, Bürgermeister Stefan Euler, Haunetal, Bürgermeister Thomas Fehling, Bad Hersfeld, 1. Stadtrat Dr. Rolf Göbel, Bad Hersfeld, 1. Beigeordnete Freifrau Allmuth von Campenhausen, Haunetal, Bürgermeister Harald Preßmann, Hauneck, Sigrid Wetterau, Regionalmanagerin Wirtschaftsförderungsgesellschaft, 1. Beigeordneter Hans-Jürgen Nieding, Hauneck, Stadtrat Theo Flügel, Hünfeld, Beigeordneter Michael Will, Petersberg, Stadtrat Alois Kalb, Hünfeld und Bernd Emmerich, Planungsbüro Emmerich, Friedewald. Foto: Struthoff

Bad Hersfeld. Das Haunetal ist fraglos eine der schönsten Flusslandschaften in Nordhessen. Das sollen nun auch Radtouristen erfahren können – und zwar von der Quelle bis zur Mündung des malerischen Gewässers. Im kommenden Jahr sollen die Bauarbeiten für einen 55 Kilometer langen Radwanderweg von der Haunequelle bei Künzell bis nach Bad Hersfeld beginnen.

Am Mittwoch wurde eine Vereinbarung über die Bildung einer kommunalen Arbeitsgemeinschaft Haunetal-Radweg von Vertretern der beteiligten Flussanrainer-Gemeinden Künzell, Petersberg, Hünfeld, Burghaun, Haunetal, Hauneck und Bad Hersfeld im wortreich unterzeichnet.

Als „gelungenes Beispiel für gelebte interkommunale Zusammenarbeit über zwei Landkreise hinweg“, lobte Haunecks Bürgermeister Harald Preßmann das Projekt, an dem bereits seit drei Jahren gearbeitet wird. Rund 200 000 Euro wollen die sieben Gemeinden für den Radweg mit Rastplätzen, Infotafeln und Hinweisschildern aufwenden.

Unterstützt wird das Projekt von der Wirtschaftsförderung des Landkreises deren Regionalmanagerin, Sigrid Wetterau, Preßmann als „Motor des Unternehmens“ bezeichnete. In Teilen ist der Radweg vor allem im Kreis Fulda bereits zu befahren. Im Kreis Hersfeld-Rotenburg verläuft er auf der Strecke des bisherigen Weges R12, weist aber noch mehrere Lücken auf.

Begleitet wird das Projekt vom Planungsbüro Emmerich aus Friedwald. Wichtig ist vor allem, dass der Haunetal-Radweg andere Routen, wie den Solztal-, Kegelspiel-, Nüstal- oder Milseburg-Radweg kreuzt und so Anschluss an das bundes- und europaweite Radwanderwege-Netz bietet.

„Der Haunetal-Radweg verläuft parallel zum Fluss, hat deshalb wenige Steigungen und ist vor allem für Familie gut geeignet“, erklärt Sigrid Wetterau. Ab dem kommenden Jahr soll auch gezielt die touristische Vermarktung der neuen Attraktion starten.

Darauf legt auch Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling großen Wert. Die Kreisstadt werde den Radweg im Gastgeberverzeichnis bewerben. Gleichwohl stehe ein einheitliches Vermarktungskonzept noch aus, das nun folgen müsse. „Der Haunetal-Radweg muss mehr sein, als nur eine Idee“, betonte Fehling.

Von Kai A. Struthoff

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