Zwei gelungene Konzerte der Kreismusikschule verbreiteten adventliche Stimmung

In die Stille hineingehört

Konzert der Musikschule in der Aula der Konrad-Duden-Schule: Drollig war dabei die Kinderschar der musikalischen Früherziehung. Jürgen Nothbaum begleitete sie auf der Gitarre. Foto: Hettenhausen

Bad Hersfeld. Der singbegeisterte Nachwuchs der Musikschule des Landkreises legte unbekümmert los, als er vor den Vorhang der Bühne in der Konrad-Duden-Schule trat. Dieser war zugezogen worden, damit der Schein der Kerzen in den Händen der Kinder noch mehr schimmerte.

Am Samstagnachmittag fand in der Aula der Schule das erste adventliche Konzert des musikalischen Nachwuchses statt. Die Jüngsten schmetterten „Frohe Weihnachten – Merry Christmas“ herzerfrischend in die Zuschauerreihen und ließen damit keinen Zweifel hochkommen, dass ihnen die Musik Freude bereitet.

„Im Schein der Kerzen“ hieß passend dieses Konzert. Weihnachtskonzerte der Musikschüler und -schülerinnen sind mittlerweile zur Tradition geworden, doch neu war in diesem Jahr, dass es nicht ein ganz großes Konzert in der Stadthalle, sondern dafür zwei großartige Vorführungen gab.

Denn die „Kleinen“ hatten sich von den „Älteren“ getrennt, die einen Tag nach ihnen, am Sonntag, in der evangelischen Auferstehungskirche auf der Hohen Luft sangen und spielten. So gab es jeweils kurzweilige, nicht überlange Programme.

Am Samstag präsentierten sich das Blockflötenensemble, die Nachwuchsbläser und -gitarrenspieler sowie die Kinder der musikalischen Früherziehung. Viel Applaus für ihre Soli bekamen Leon Fiebig (Klarinette), Pia Holzhauer (Trompete), und Casper Fürthaler (Violoncello). Beeindruckend war Lorenz Rödiger, der auf seinem Saxophon im strikten Swing-Rhythmus „Rudolph“ zum Besten gab.

Am Sonntag sorgten die älteren Musikschüler für ein abwechslungsreiches, anspruchsvolles Programm. Das Streichorchester spielte deutsche Kirchenlieder und Tänze, das Orchester in sinfonischer Besetzung hatte „Air“ vorbereitet. Erstmalig wurden alte Lieder aus dem 16. Jahrhundert wie „Ein Kind geboren zu Bethlehem“ und „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ auf Doppelrohrinstrumenten wie Oboen, Fagotten und Hörnern präsentiert.

Auch in diesem Konzert gab es imposante Solo-Beiträge. Auf dem Klavier spielten Anton Noth, Clara Fischer und Isabell Reichel. Hannah Kimpel-Freund gefiel mit ihrer Sangeskunst. Festlich eröffnet wurde das Konzert von dem Brassensemble TomBrassTic.

Zum Schluss wurde der Titel gespielt, der dem Konzert den Namen gab: „ Lauschet, höret in die Stille.“ Das ruhige Lied, das Lorenz Maierhofer nach einer russischen Melodie schrieb, vollendete den Gestaltungsbogen des Konzertes, das andächtig begann, dann swingende Beiträge des Blasorchesters enthielt und am Ende wieder besinnlich mit den Chören aus Hersfeld und Schenklengsfeld in den Abend des vierten Advents verabschiedete.

Von Vera Hettenhausen

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