270 Mädchen und Jungen beim Kreiskonfirmandentag auf dem Frauenberg

Stationen fürs Vaterunser

Bibelwort, Bändchen und Segen: Die Station „Dein Reich komme“ beim Kreiskonfirmandentag. Foto: nh

Bad Hersfeld. 270 Mädchen und Jungen folgten der Einladung des Teams für Jugend des Kirchenkreises Hersfeld in die Jugendbildungsstätte auf dem Frauenberg. Sie erlebten das wichtigste Gebet der Christen auf ganz neue Weise – das Vaterunser nicht nur gesprochen, sondern anschaulich an Mitmachstationen.

All die Zwölf- bis 14-Jährigen haben ein gemeinsames Ziel: Sie wollen im nächsten Frühjahr in Stadt und Land konfirmiert werden.

„Niemand weiß, wie Gott aussieht“, sagte Kreiskonfirmandenpfarrer Werner Ewald zur Begrüßung. „Aber dass er uns liebt, wie ein Vater nur lieben kann, wissen wir aus der Geschichte von den beiden Söhnen. Auch der auf Abwege Geratene wird vom Vater wieder aufgenommen. Deswegen: „Vater unser im Himmel“.“

Anna-Lena Tetschner aus Asbach hat es am besten in der Station „Dein Reich komme“ gefallen, weil sie dort mit einem Öl gesegnet wurde.

Alles Wichtige enthalten

In der Jurte der Pfadfinder vom Johannesberg symbolisierten die Folien Gold und Silber Kraft und Herrlichkeit. Mit Sabine Kampmann entdeckten die Konfis in der Bergpredigt, dass Jesus das Vaterunser-Gebet seinen Jüngern ans Herz legt, weil es alles Wichtige enthält.

„Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.“ In einem Kurzfilm eskaliert die fremdenfeindliche Lästerei einer alten Frau sosehr, dass sie selbst zum Opfer ihrer Hetze wird. Aileen und Hanna fanden den Film gut. Pfarrer Michael Zehender lässt alle Konfis ihre Wünsche für eine bessere Welt auf bunte Zettel schreiben und auf der Wäscheleine im Wind flattern.

„Da betet man darum, dass alle etwas bekommen, und nicht nur die Reichen“ meinte Nico Stein aus Solms zur Station „Unser tägliches Brot gib uns heute“. Lydia Wagner hatte drei Tische dekoriert, einen mit erlesenen und teuren Spezialitäten, einen mit Alltagslebensmitteln und einen mit trockenen Brotscheiben und Reis.

„Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“ Kann man der besten Freundin verzeihen, wenn sie einem den Freund ausspannt? Dazu ermutigten Sabrina Zülch und Alexandra Eger-Römhild.

Slalom mit Rauschbrille

„Das mit den Rauschbrillen war klasse“, fand Aileen Schandelmaier aus Kerspenhausen. Sie versuchte mit einem Cityroller zwischen Plastikhütchen ihren Weg zu finden. „Führe uns nicht in Versuchung“. Da musste man langsam und vorsichtig fahren.

„Sondern erlöse uns von dem Bösen“. Sabrina Baumgartl ließ die Konfirmanden aus einer Palette von Möglichkeiten eine Reihe von gut bis böse erstellen. Das fand Hanna Rüger aus Niederaula richtig interessant, weil da die eigene Entscheidung gefragt war.

Kraft und Herrlichkeit

Zum Abschlusssegen sangen alle das Vater-unser-Lied mit dem Calypso-Rhythmus und streckten noch einmal ihre Handgelenke mit dem Bändchen „Kraft und Herrlichkeit“ in den Himmel. (red/ass)

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