Konrad-Duden-Schule gestaltete bunten Auftakt des Projektes „Zeitung in der Schule“

Startschuss mit Schwung

„Stummer Dialog“ nannte sich die im Deutschunterricht erarbeitete Performance der Klasse R 8.2, mit der auch die Zukunft der Tageszeitung karikiert wurde. Fotos: Schiller

Bad Hersfeld. Schülerinnnen und Schüler tippen gemeinsam auf imaginären Schreibmaschinen und zeigen, wie vor etwa 90 Jahren ein Zeitungsartikel entstand. Während der Auftaktveranstaltung des Projektes „Zeitung in der Schule“ in der Aula der Konrad-Duden-Schule (KDS) boten die Gastgeber ein unterhaltsames Programm und legten somit den Grundstein für das Gelingen des Projektes.

„Es ist Pflicht in einer Demokratie, dass junge Menschen sich informieren“, appellierte Susanne Hofmann, Schulleiterin der KDS, in ihrer Begrüßungsrede an alle anwesenden Schülerinnen und Schüler. Sie bedankte sich außerdem bei den Sponsoren, der Sparkasse Hersfeld-Rotenburg und des Fördervereins Herz und Hand der VR-Bank, bevor sie Schulsprecherin Katty Seke das Wort übergab, die den Auftritt der AG Mini-Duden-Singers anmoderierte. Mit dem Lied „Morgens immer müde“ der Band Laing, die gerade die deutschen Charts stürmt, trafen die Jugendlichen den Geschmack ihrer Mitschüler und begeisterten die Zuhörer.

Vorzüge eines Journalisten

„Auch ich bin morgens oft müde“, erklärte anschließend Kai Struthoff, Chefredakteur der Hersfelder Zeitung, und spielte damit auf die ungewöhnlichen Arbeitszeiten eines Journalisten an. „Wir arbeiten meist abends, da die Zeitung so aktuell wie möglich sein soll.“ So viel wie möglich sollen die Teilnehmer des Zisch-Projektes über die Arbeit eines Zeitungsjournalisten lernen und die Vorzüge des Berufs genießen. „Man trifft interessante Menschen, darf neugierig sein und hinter die Kulissen schauen“, erzählte Struthoff weiter. „Vieles davon bleibt für die meisten anderen Menschen verborgen.“

Nach einer weiteren musikalischen Einlage der Mini-Duden-Singers lobte Ronald Englich, Vertreter der Initiative Herz und Hand der VR-Bank, das Zisch-Projekt und zeigte sich gespannt auf die kommenden Artikel der „jungen“ Redakteure. „Wir wollen die Jugendlichen und Kinder in ihrer persönlichen Entwicklung und Bildung unterstützen.“

Videobericht

Mit Henner und Marie

Christine Heß und Ronald Englich von der VR-Bank sowie Katharina Flohrschütz von der Sparkasse unterstützen das Zisch-Projekt.

Nach einem Sketch, in dem zwei Schüler „Henner und Marie“, die Urgesteine der Hersfelder Zeitung darstellten, zeigte sich Katharina Flohrschütz vom Marketing-Team der Sparkasse Hersfeld-Rotenburg begeistert von den Ergebnissen des Projektes im vergangenen Jahr. „Besonders die mutigen Fragen der Kinder waren toll, weil sie eine niedrigere Hemmschwelle haben als Erwachsene“, erklärte sie.

Nach der Aufführung „Stummer Dialog“, in dem die Schüler einer achten Klasse der Hersfelder Zeitung zum 250-jährigen Bestehen gratulierte, bedankte sich Schulleiterin Susanne Hofmann bei allen Teilnehmern, die nur wenig Zeit für die Vorbereitung des Programms zur Verfügung hatten. Sie forderte alle Teilnehmer des Projektes außerdem auf, ihre Gelegenheit zu nutzen, einen Einblick in das Entstehen einer Zeitung zu bekommen. „Das tägliche Lesen einer Zeitung ist ein Privileg“, erklärte sie. „Es gibt wenige Länder, in denen die Menschen sich frei informieren dürfen.“

Schüler als Redakteure

Beim Zisch-Projekt bekommen die teilnehmenden Schulklassen im Kreis Hersfeld-Rotenburg die Chance, eigenständig Artikel zu verfassen und im Unterricht mit der Tageszeitung an Langzeitprojekten zu arbeiten.

Von Jana Schiller und Nicole Wagner

Auftakt des Projektes „Zeitung in der Schule“

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