Jean-Claude Berutti arbeitet an der Umsetzung von „Sommergäste“

Startschuss: Erste Proben für die Festspiele

Bad Hersfeld. Die Proben für die 60. Bad Hersfelder Festspiele haben begonnen. Ungewöhnlich früh studiert Regisseur Jean-Claude Berutti mit dem 16-köpfigen Schauspieler-Ensemble das Kammerspiel „Sommergäste“ nach Maxim Gorki in der Fassung von Botho Strauß ein. Offizieller Probenbeginn für die anderen Stücke ist am 26. April.

Schon gestern nahmen jedoch Festspiel-Intendant Holk Freytag, Regisseur Jean-Claude Berutti, Bühnen- und Kostümbildner Rudy Sabounghi samt Schauspielern, Technikern und Helfern eine Wever-Halle für ihre Proben ein. Grund: Berutti probt das Stück wegen anderer Verpflichtungen in zwei Blöcken. Jetzt müsse er sich erst einmal mit den Akteuren vertraut machen. „Die Idee, eine intime Komödie als großes Spiel zu inszenieren, hat mir gefallen“, sagt der Franzose, der sich beeindruckt zeigt von der Spiritualität der Stiftsruine.

Bühne als offene Sporthalle

Beim Probenbeginn präsentierten Berutti und Sabounghi den neugierigen Darstellern ihre Vorstellungen von Bühnenbild und Kostümen für „Sommergäste“. So soll die Bühne der Stiftsruine als eine Art offene Sporthalle in drei Zonen abgeteilt werden. Berutti möchte seine Aufführung mit einem Knall beginnen lassen. Auf der linken Vorbühne soll ein stilisiertes Schwimmbad entstehen, in dem die Darsteller zu Beginn des ersten Aktes umhertollen. Und während in der Bühnenmitte ein Tennisfeld prangt, werden sich die Darsteller auf der rechten Bühnenseite auf Stühlen lümmeln und verdeckt hinter Umkleidekabinen ihre Kostüme wechseln.

„Es soll modern werden und poetisch. Das ist die Schwierigkeit“, sagte Berutti, der für die drei Zwischenspiele der zweistündigen Stücks Tanzeinlagen geplant hat. „Da gibt es aber kein Ballett. Sie werden tanzen“, sagte der Regisseur zu den Schauspielern, die sich über die Vorstellung amüsierten. Lokalseite 7

Von Judith Strecker

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