Arbeiter der Straßenmeisterei sind bereit für den Kampf gegen Schnee und Eis

In den Startlöchern

Thomas Senz von der Straßenmeisterei Bad Hersfeld macht eines der acht Fahrzeuge einsatzbereit. Foto: Sandor

Bad Hersfeld. Draußen ist es frostig und düster. Wer nicht unbedingt muss, setzt lieber keinen Fuß vor die Tür. Ganz anders die Arbeiter der Straßenmeisterei Bad Hersfeld, die sogar noch Bäume an der B 62 fällen. Ihre Hauptaufgabe aber wird es in den nächsten Wochen sein, insgesamt 340 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen von Schnee und Eis zu befreien, wenn das Winterwetter anhält.

„Wir sind immer bemüht, die Straßen frei zu halten, aber das Wetter ist teilweise so unberechenbar, dass man nach einer Stunde denkt, dass nicht geräumt wurde“, sagte Wolfgang Lang, Leiter der Straßenmeisterei Bad Hersfeld.

Feuchtsalz selbst gemixt

Mit sechs eigenen Streufahrzeugen und weiteren Fahrzeugen von den Firmen Fehr und Nuhn werden zwischen fünf und 40 Gramm Feuchtsalz auf einen Quadratmeter Straße aufgetragen. Feuchtsalz ist eine Mischung aus Streusalz und Lauge. Sie sorgt dafür, dass das Salz auf der Straße liegen bleibt und nicht durch den Fahrtwind verweht wird. Erst während der Fahrt wird das Gemisch durch den Streuer erzeugt. Ein einzelner Winterdienst-Lkw kann bis zu fünf Kubikmeter Salz und 140 Liter Lauge laden.

Genaues Protokoll

Mit Hilfe des satellitengestützten Navigationssystems GPS werden die Fahrten des Winterdienstes protokolliert. „Dadurch kann genau bestimmt werden wann welches Fahrzeug um wie viel Uhr wie viel Salz an einer bestimmten Stelle gestreut hat“, berichtet Wolfgang Lang.

Obwohl die Arbeiter der Straßenmeisterei zeitweise Tag und Nacht im Einsatz sind, um Sicherheit für die Autofahrer zu gewähren kommt es immer wieder vor, dass die Breite der Fahrzeuge unterschätzt wird oder Autofahrer hinter einem Streufahrzeug wild gestikulieren, wenn Salz gegen den Pkw fliegt. „Ich bitte die anderen Verkehrsteilnehmer um mehr Rücksicht gegenüber den Streufahrzeugen, denn die wollen einizig und allein helfen“, appelliert Wolfgang Lang.

Von Gina Sandor

Kommentare