Jugendliche planen Familientag selbstständig und Kinder lernen spielerisch

Stadtrallye der Feuerwehr

Die jungen Teilnehmer animierten am Lullusbrunnen Passanten dazu, mit der alten Sorgaer Handdruckspritze Wasser zu fördern. Fotos: nh

BAD HERSFELD. Nachwuchsarbeit stützt sich nicht immer nur auf die Schultern von Erwachsenen. Ingo Kehres, Anna Häger und Anian Wihr stellten dies unter Beweis. Zum Erwerb der höchsten hessischen Jugendfeuerwehrauszeichnung der Jugendflamme Stufe drei gehört neben feuerwehrtechnischen Wissen und Kenntnissen in Erster Hilfe auch eine öffentlichkeitswirksame Gruppenarbeit.

So planten, organisierten und veranstalteten die drei Jugendlichen einen Familientag am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Bad Hersfeld-Petersberg. Von der Öffentlichkeitsarbeit über die Absprache mit den Ausstellern und der Organisation der Versorgung bis zu den geplanten Vorführungen erledigten die Jugendlichen alles selbstständig mit der Unterstützung ihres Jugendwartes Helge Assi. Neben einer kleinen Ausstellung mit Fahrzeugen der Feuerwehr Bad Hersfeld und des Deutschen Roten Kreuzes Bad Hersfeld erwartete die Besucher zudem eine Gruppenlöschübung der Jugendfeuerwehr Petersberg.

Die Nachwuchsarbeit spielt für die Feuerwehr eine große Rolle, weshalb Stadtjugendfeuerwehrwart Michael Herlitze die Bad Hersfelder Jugendfeuerwehren und Kindergruppen zur ersten Stadtrallye einlud. Während die Mädchen und Jungen zu Fuß die Stadt erkundeten, mussten sie viele knifflige und anspruchsvolle Aufgaben lösen. In der Breitenstraße galt es zu schätzen, wie lange ein Quietscheentchen braucht, um den Wasserlauf herabzuschwimmen. Am Lullusbrunnen wurden Passanten animiert, mit der alten Sorgaer Handdruckspritze Wasser zu fördern, um anschließend mit einem Strahlrohr ein Gefäß zu füllen. Am Schildepark mussten die Kinder und Jugendlichen Wasser aus der Geis in eine Röhre füllen, um die Buchstaben für ein Lösungswort aufschwimmen zu lassen.

Zwischen den festen Stationen mussten rund 70 Mädchen und Jungs weitere historische Fakten herausfinden, beispielsweise wie oft die Stiftsruine dem Feuer zum Opfer fiel, wie die Stadttore der Stadtmauer hießen oder was die Initialen an der Schilde-Halle bedeuten.

Tolle Gewinne für die Sieger

Die Siegerehrung am Nachmittag brachte für alle Mannschaften viele Freizeitspiele für den Sommer, welche durch Michael Herlitze zusammen mit Stadtrat Hans Georg Vierheller und Stadtbrandinspektor Thomas Daube überreicht wurden. Die ersten drei Plätze belegten Mannschaften aus Kohlhausen, Petersberg und der Kernstadt. (red/pb)

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