Ausgebrannte „Klosterschänke“ bis auf die Sandsteinmauern abgerissen

Stadt will Wiederaufbau

Für den Wiederaufbau der „Klosterschänke“: Bauamtschef Johannes van Horrick in der Ruine der historischen Gaststätte. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Von der im Januar ausgebrannten historischen Gaststätte „Klosterschänke“ auf dem Johannesberg bei Bad Hersfeld stehen nur noch die erhaltenswerten Sandsteinmauern im Erdgeschoss. Vom ordnungsgemäßen Abriss des nicht mehr zu rettenden Fachwerkaufbaus überzeugte sich gestern Johannes van Horrick, Leiter der städtischen Bauverwaltung, der auch für die Denkmalpflege zuständig ist. „Die haben ordentlich gearbeitet“, lobte er die Baufirma, die die angekohlten schweren Eichenbalken neben der Ruine aufgestapelt hat.

Wie es mit der seit dem 17. Jahrhundert existenten Gaststätte weitergehen wird, ist derzeit nicht abzusehen.

Zwar hat die Stadt die Abrissgenehmigung mit der Forderung nach einem Wiederaufbau verbunden, der wiederum den Ansprüchen des Denkmalschutzes genügen muss.

Doch die Vorstellungen von Gastwirt und Grundstückseigentümer Ulrich Bommer hatten zuletzt weit auseinander gelegen. Nach Abschluss der letzten Abrissarbeiten will die Stadt erneut auf Bommer zugehen.

Das Großfeuer vom 24. Januar, bei dem die Eheleute Bommer nur knapp mit dem Leben davon gekommen waren, hatte eine defekte Deckenlampe ausgelöst. Der Sachschaden von 1,1 Millionen Euro war größtenteils durch Versicherungen abgedeckt.

Ulrich Bommer hat mittlerweile im Gebäude der alten Luisenschule am Neumarkt ein Ausweichquartier für die „Klosterschänke“ gefunden.

Von Karl Schönholtz

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