Sportstätte in der Alheimer-Kaserne könnte Schulen und Vereinen zugute kommen

Stadt will Sporthalle nutzen

Ehrenposten für den Besuch des Staatssekretärs in der Alheimer-Kaserne Rotenburg: Auf unserem Bild – von links – Gefreiter Kevin Hümmer, Kommandeur Oberstleutnant Uwe Reinhardt, Staatssekretär Christian Schmidt (CSU), Rotenburgs Stadtrat Dieter Stricker (SPD), CDU-Bundestagsabgeordneter Helmut Heiderich und Oberfeldwebel Florian Moews. Foto: Steinbach

Rotenburg. Mindestens bis 2014 wird es noch Soldaten in der Rotenburger Alheimer-Kaserne geben. Und auch die Chancen, dass die Bundeswehr in der Kaserne am Silberberg nicht bloß Baustellen hinterlässt, stehen gut.

„2014 plus“ sagte gestern Christian Schmidt (CSU), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, während seines Besuchs in der Kaserne zur Dauer der militärischen Nutzung. Man werde dem in Rotenburg stationierten Führungsunterstützungsbataillon 286, das in diesem und dem folgenden Jahr noch Einsatzaufträge in Afghanistan und im Kosovo zu erfüllen hat, in dieser Zeit nicht das „Durcheinander der Auflösung“ zumuten.

Ordentlicher Abschluss

Auch für die Fortführung der Bauarbeiten in der Kaserne „sieht es gut aus“, sagte Schmidt. Die Bundeswehr werde dafür sorgen, dass die begonnenen Arbeiten zu einem ordentlichen Abschluss gebracht und die Kaserne attraktiv gehalten werde.

„Wir sind dankbar für die klare Aussage, dass weitergebaut wird“, freute sich CDU-Bundestagabgeordneter Helmut Heiderich (Friedewald), der gestern den Staatssekretär beim Besuch in der Kaserne begleitete. Heiderich kündigte an, sich auch für die Nutzung der nagelneuen Sporthalle in der Kaserne durch die Stadt Rotenburg einsetzen zu wollen.

Die Stadt würde die Sporthalle gerne für den Schulsport und die Vereine nutzen – am liebsten kostenfrei, weil die Stadtkasse leer ist und hohe Schulden drücken. Die Bundeshaushaltsverordnung verbietet allerdings die kostenlose Überlassung solcher Bundesimmobilien.

An Lösung wird gearbeitet

In dieser Frage sei man dabei, mit dem Bundesfinanzministerium eine Lösung zu erarbeiten, kündigte der CDU-Bundestagsabgeordnete an. Möglicherweise könnte auch die hessische Landesregierung das Vorhaben unterstützen. Denn seit 1993 bekommt das Land Hessen mehrere Millionen Euro zusätzlich pro Jahr aus der Umsatzsteuer, um damit die Umwandlung von ehemaligen Kasernen für eine zivile Nutzung zu unterstützen. Auf diesen Fördertopf machte auch Staatssekretär Schmidt aufmerksam. Zumal Rotenburg der einzige Bundeswehrstandort in Hessen ist, der bei der jüngsten Reform geopfert wurde.

Nach Angaben aus dem Verteidigungsministerium wurden seit 2007 insgesamt 27 Millionen Euro in Ausbau, Modernisierung und Sanierung der Alheimer-Kaserne investiert. Ingesamt geplant gewesen war vor der Schließungs-Entscheidung ein Investitionsbetrag von rund 54 Millionen Euro. Jetzt soll es bei der Hälfte bleiben.

Von Jörg Steinbach

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