Finanzamt Hersfeld-Rotenburg: Frank Drill löst Steffen Knips als Vorsteher ab

Stabwechsel beim Fiskus

Hessens Finanzminister Karl-Heinz Weimar (links) überreichte dem neuen Finanzamtsvorsteher Frank Drill (Mitte) die Ernennungsurkunde. Rechts Steffen Knips, der sich seit dem vergangenen Jahr an den Segnungen des Vorruhestands erfreut. Foto: Hornickel

Bad Hersfeld. Vor der Kulisse der verschneiten Stiftsruine, die von den weißen Holzfenstern der ehemaligen preußischen Kriegsschule umrahmt wird, vollzog sich gestern feierlich der Kommandowechsel an der Spitze des Finanzamtes Hersfeld-Rotenburg. Dabei folgte der 55-jährige Frank Drill im Amt des Vorstehers auf Steffen Knips (60), der in den Ruhestand ging.

Um zu beweisen, dass der strenge Backsteinbau nicht nur ein Ort ist, an dem sich der Staat mit Hilfe des Fiskus das holt, was im zusteht, gaben die jungen Leute vom Orchesterprojekt der Modell- und Gesamtschule Obersberg unter der Leitung von Tatjana Beyer Kostproben ihres Könnens auf Streichinstrumenten.

Nach 35 Jahren in Diensten der Hessischen Steuerverwaltung, 20 Jahren als Finanzamtsvorsteher und acht-jähriger Chef--Schlussetappe mit Dienstsitz im Stift trat Regierungsdirektor Steffen Knips nun offiziell in die passive Phase seiner Altersruhe ein.

Er habe die Fusion der ehemals selbstständigen Ämter in Bad Hersfeld und Rotenburg in geordnete Bahnen gelenkt und die Auflösung der Staatskasse mit stetem Blick auf die Mitarbeiter und die Menschen im Landkreis fair abgewickelt. Das bestätigten zahlreiche Redner im Verlaufe der Verabschiedung, unter anderem die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz, aber auch Bernd Herbst als Sprecher des Personalrats. Im selben Arbeitsgang führte Hessens Finanzminister Karlheinz Weimar den neuen Chef von 200 Bediensteten in Bad Hersfeld und Rotenburg, Regierungsdirektor Frank Drill aus Wetzlar, ins Amt ein.

Sachkunde am Telefon

Drill hat bereits Leistung bewiesen. Als eines von zehn Ämtern in Hessen verfügt das Finanzamt über eine telefonische Service-Hotline, an der mittlerweile 80 Prozent der Anfragen von Steuerzahlern beantwortet werden; den T-FIS. Sachbearbeiter stehen dort zur Verfügung und halten dem Innendienst so den Rücken frei. Den Steuerzahlern soll die Warteschleife der Zentrale erspart bleiben. Finanzminister Karlheinz Weimar versicherte, dass der Konzentrationsprozess in der hessischen Steuerverwaltung abgeschlossen sei.

Weimar versprach, dass die Früchte interner Verbesserungsvorschläge nicht zum Stellenabbau führten. Obwohl das Finanzamt Hersfeld-Rotenburg mit 200 Bediensteten eine personelle „Speckrolle“ habe und den höchsten Altersdurchschnitt in Hessen, belege es bei der Leistungsfähigkeit Spitzenplätze, versicherte der Finanzminister.

Von Kurt Hornickel

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