Amt für Bodenmanagement stellt Jahresbericht 2011 für den Landkreis vor

Stabiler Immobilienmarkt

Der neue Immobilienmarktbericht ist ihr Werk: Von links Oliver Leitsch (Amt für Bodenmanagement), Johannes van Horrick (Vorsitzender des Gutachterausschusses für Immobilienwerte in der Stadt Bad Hersfeld), Andreas Hammer (Amt für Bodenmanagement) und Roland Peter (Abteilungsleiter im Amt für Bodenmanagement und Vorsitzender des Gutachterausschusses für Immobilienwerte im Landkreis Hersfeld-Rotenburg). Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. „Die Rezession ist überwunden.“ Mit dieser Feststellung eröffnete der für die Immobilienbewertung zuständige Abteilungsleiter des Amtes für Bodenmanagement Homberg (Efze), Dipl.-Ing. Roland Peter, gestern in der Außenstelle Bad Hersfeld die Vorstellung des neuen Immobilienmarktberichtes 2011.

Darin werden auf 140 Seiten die Immobiliengeschäfte des vergangenen Jahres in den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, Schwalm-Eder und Werra-Meißner dokumentiert und analysiert. Aus dem umfangreichen Zahlenwerk lässt sich eine stabile Marktlage herauslesen. Erarbeitet haben den Bericht das Amt und die Gutachterausschüsse für Immobilienwerte der Landkreise sowie der Städte Bad Hersfeld und Eschwege.

Weniger Umsatz

So ist alleine in Waldhessen die Zahl der Kaufverträge im Vergleich zum Krisenjahr 2009 um 14,6 Prozent auf 1291 gestiegen. Der Geldumsatz ging bei diesen Geschäften allerdings um 6,3 Prozent von 84,2 auf 78,9 Millionen Euro zurück, obwohl im Gegenzug mehr als 523 Hektar Fläche den Eigentümer wechselte. 2009 lag diese Zahl bei 396 Hektar.

So hatte es im vergangenen Jahr zwar eine starke Nachfrage nach Wohnungseigentum gegeben 102 Verträge, 50 Prozent mehr als im Vorjahr), was sich auch beim Umsatz mit 8,8 Millionen Euro und einem Plus von knapp 40 Prozent bemerkbar machte.

Andererseits ist 2010 zwar auch die Zahl der Kaufverträge für bebaute Grundstücke um 3,7 Prozent auf 565 gestiegen. Der Erlös blieb mit 61,4 Millionen Euro jedoch um 14,6 Prozent hinter dem Vorjahr zurück.

Im benachbarten Schwalm-Eder-Kreis blieb die Zahl der Verträge mit 1734 konstant. Zwar ging der Flächenumsatz um 36 Prozent auf 592 Hektar zurück. Doch beim Geld wurden 124 Millionen Euro und damit knapp 14 Prozent mehr erlöst als 2009.

Immer fundierter werden dank immer mehr Basisdaten die Angaben zu Mieten für Wohnraum, die jedoch nicht als Mietspiegel zu verstehen sind. Am genauesten sind hier die Zahlen für Bad Hersfeld.

Mit Demografie-Tabellen

Erstmals sind in den Bericht Basisdaten zur demografischen Entwicklung als wichtiger Faktor der wirtschaftlichen Rahmendaten aufgenommen worden. Der generelle Rückgang in den Bevölkerungszahlen, der im Landkreis Hersfeld-Rotenburg seit 1996 und im Schwalm-Eder-Kreis seit 2001 zu beobachten ist, muss für jede Gemeinde unterschiedlich betrachtet werden.

Die Bodenrichtwerte sind seit kurzem im Internet unter www.hvbg.hessen.de und dem Stichwort „BORIS Hessen“ kostenfrei einsehbar.

Der Immobilienmarktbericht 2011 kostet in Papierform 75 Euro, als pdf-Datei 50 Euro. Er ist erhältlich beim Amt für Bodenamanagement, Vitalisstraße 17, 36251 Bad Hersfeld, Telefon 06621/40288.

Von Karl Schönholtz

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