HZ vor Ort: Ulli-Meiß-Chöre legen Grundstein für Städtefreundschaft mit Malmesbury

Auf den Spuren von Lullus

Begeisterte Zuhörer: In der Abtei von Malmesbury, in der einst Hersfelds Gründer Lullus lebte, traten die Ulli-Meiß-Chöre auf und verzauberten mit ihrem musikalischen Programm das Publikum. Foto: Struthoff

Malmesbury. Dem Chor der Obersbergschule ist bei seiner Konzertreise nach Malmesbury (HZ berichtete bereits) ein wichtiger Brückenschlag zwischen Bad Hersfeld und der englischen Stadt gelungen. Bei ihrem Auftritt in der Abtei von Malmesbury, in der einst der Hersfeld-Gründer Lullus lebte, flogen den Schülerinnen und Schülern die Herzen der Zuhörer förmlich zu.

Launige Rede

Zunächst hatte der Vorsitzende des Freundschafts-Vereins „Friends of Malmesbury“, Dr. Sigmar Gleiser, dem englischen Publikum erzählt, wie es zu der Verbindung zwischen den beiden Städten gekommen war. „Das Konzert ist ein erster wichtiger Schritt zur Freundschaft zwischen unseren beiden Städten, die durch Lullus schon so viel verbindet“, sagte er in einer launigen Rede voll englischem Humor.

Den Alt-Bürgermeister von Malmesbury, Ray Sanderson, der sich sehr für die Städtefreundschaft einsetzt und den Besuch des Chores auf englischer Seite organisiert hat, bezeichnete Gleiser als „direkten Nachfolger von Lullus“. Sanderson und die amtierende Bürgermeisterin von Malmesbury, Sue Poole, freuten sich über den neuen Kontakt nach Deutschland. Die englische Stadt pflegt bereits seit 60 Jahren eine Städtepartnerschaft mit Niebüll in Schleswig-Holstein.

Der Obersberg-Chor unter Leitung von Ulli Meiß nahm die Zuhörer in der über 1300 Jahre alten Abtei dann mit auf eine musikalische Reise um die Welt, die vom Champs-Élysées in Frankreich über China, Norwegen, Finnland nach Deutschland und zurück nach England führte.

Zuhörer summten mit

Schon bei „Freude schöner Götterfunken“ stahlten viele Gesichter und bei den „Streets of London“ summten die meisten Zuhörer im gut gefüllten Kirchenschiff mit. Auch die Solistinnen Anastasia Boksgorn (Geige) sowie Marisa Linz und Leonie Dick verzauberten das Publikum.

Die hervorragenden Akustik in der hoch gewölbten Abtei, die anders als die Stiftsruine zumindest noch teilweise überdacht ist, ließ die klaren Stimmen des Chores wahrhaft himmlisch erscheinen. Und der Zauber der Musik verbindet wieder. Zum Abschluss sangen die Chöre „Happy Birthday“ für Ray Sanderson, der an jenem Tag seinen 69. Geburtstag feierte. „Aus Deutschland kommen viele gute Sachen: Wein, Volkswagen – und die Ulli-Meiß-Chöre,“ sagte ein sichtlich gerührter Ray Sanderson zum Ende des Konzerts.

England wie ...

Von Kai A. Struthoff

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