Spuren vom Lollsumzug wurden am Dienstag von 14 Mitarbeitern der Stadt beseitigt – Müll wird mehr

Plastik und Pappe: Immer mehr Müll nach Lollsumzug

Machten nach dem Lollsumzug am Dienstag sauber: von links die Stadtreiniger Harald Steinke, Uwe Hohmann, Arnd Janetzko sowie Landschaftsgärtnerin Kerstin Mäurer. Foto: Schmidt

Bad Hersfeld. Wenn mehr als 400 000 Menschen eine Woche lang feiern, lässt sich Müll nicht vermeiden. Zu viel ist es allerdings aus Sicht des Lollsdienstes. Das sind 14 Mitarbeiter der Stadt Bad Hersfeld plus Helfer, die am Dienstag einen Großkampftag zu bewältigen hatten.

„Von der Menge her wird es von Jahr zu Jahr mehr“, sagt Kerstin Mäurer. Die Landschäftsgärtnerin muss es wissen, denn sie hilft bereits seit 26 Jahren bei den Aufräumarbeiten. Gestern ging es für die Friedewalderin und ihre Kollegen der Kolonne von Gärtnermeister Dirk Gerland vom städtischen Bauhof und die Stadtreiniger um 7 Uhr los.

„Wenn wir nicht inzwischen schon 27 grüne Tonnen von der Firma Fehr hätten und wir nicht beim Umzug anfangen würden, hinter dem Zug sauber zu machen, wäre das gar nicht mehr zu bewältigen“, betont Mäurer. Aus ihrer Sicht werden Servietten, Plastik und Pappe vermehrt zum Problem. Coffee-to-go-Becher, Teller und Wegwerf-Besteck – an Masse hätte das Glasscherben und anderen Unrat abgelöst. „Es wird leider vieles achtlos mitten in der Stadt entsorgt anstatt in den Mülleimern“, ärgert sich Stadtreiniger Arnd Janetzko.

Mit einer Kehrmaschine der Stadt, Müllgreifern und zum Abschluss Laubbläsern wurde der Lollsdienst dem Kehricht gegen Mittag schließlich Herr der Lage. Für Kerstin Mäurer war das kein Grund zum Feiern. Zumindest nicht beim Lullusfest: „Früher war ich immer dabei, jetzt eher selten und wenn, nur am Wochenende.“

Klar, wer den Müll anderer noch eine Woche lang wegräumen muss, kann den Spaß in den Fahrgeschäften kaum genießen.

Von Sebastian Schmidt

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