Der fünfte Behindertentag setzte seinen Schwerpunkt auf Blinde und Sehbehinderung

Spürbare Gemeinsamkeit

Helfen und führen im Alltag: Hundedame Blacky ist nur einer von vielen Blindenhunden. Zusammen mit Katharina Richter führte sie beim Behindertentag vor, was Blindenhunde alles können. Wer wollte, konnte sich auch selbst von ihr führen lassen. Foto: Kaschik

Bad hersfeld. Durch die gesamte Bad Hersfelder Innenstadt zog sich am Samstag das Motto „Miteinander leben – voneinander lernen“. Beim fünften Deutschen Behindertentag engagierten sich zahlreiche Einrichtungen mit Ständen und viele Gruppen stellten ihre Arbeit von und mit behinderten Menschen vor.

Ehrenamtliches Engagement

„Bad Hersfeld kann stolz sein über so viel ehrenamtliches Engagement“, war der Grundtenor in den Grußworten von Winfried Kron, Leiter der Stabstelle zur Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention, der Ersten Kreisbeigeordneten Elke Künholz, Bürgermeister Thomas Fehling, Martin Ködding (Geschäftsführer des Klinikums) und Klaus Meyer, der stellvertretend für Frank Schäfer, den Vorsitzenden des hessischen Landesverbandes des Blinden- und Sehbehindertenbundes, gekommen war.

Das Programm auf der Hauptbühne reichte von Tanz- und Gesangsdarbietungen bis hin zu Zauberei. Mit der Band „Stolpersteine“ aus Eisenach, die sich aus behinderten Musikern zusammensetzt, einer Bee-Gees-Coverband sowie den Tanzgruppen „Kunterbunt“ und „Flotte Sohle“ wurden die Auftritte von Sängerin Corinna May und Zauberer Ronald Granrath umrahmt. Doch nicht nur das Programm auf der Hauptbühne war ein Erlebnis, sondern auch die einzelnen Stationen an den Infoständen. So konnte man Blindenschrift testen, die ein oder andere Vokabel in der Gebärdensprache lernen, sich einmal von einem Blindenhund führen lassen oder aber einfach ins Gespräch kommen mit Menschen mit Behinderung oder denen, die täglich mit ihnen arbeiten und leben.

Rallye an den Infoständen

Etwas Besonderes war beim fünften Behindertentag die Rallye an den Infoständen. Dort gab es Buchstaben, die in Blindenschrift ertastet werden mussten. Am Ende ergab sich daraus ein Lösungssatz. Ganz wie es sich die Organisatoren Manfred Wiedemann und Annika Groh-Gollmer erhofften, war der diesjährige Behindertentag ein Schritt in Richtung Integration und Miteinander.

„Es wurde schon viel in Bad Hersfeld getan für die Mitbürger mit Behinderung“, sagte Bürgermeister Fehling, dennoch sei man weiterhin engagiert, die Stadt behindertenfreundlich zu gestalten. Ein weiterer Behindertentag im kommenden Jahr sei dabei nur ein Anfang.

Von Johanna Kaschik

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