270 Fälle im vergangenen Jahr – 2009 waren es laut Polizei nur 76

Spritdiebstahl nimmt auch im Kreis zu

Hersfeld-Rotenburg. Noch nie gab es in Deutschland so viele Fälle von Tankbetrug wie im Jahr 2013. Das ist das Ergebnis einer 120-Städte-Studie des Dienstleistungsportals preisvergleich.de. Auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg haben Tankbetrügereien und Kraftstoffdiebstähle in den vergangenen Jahren stark zugenommen.

Während die Polizei für 2009 nur 40 Fälle von Tankbetrug verzeichnet hat, waren es 2013 schon 167. Die Anzahl solcher Vorfälle hat sich bis dahin kontinuierlich erhöht. Auch die Diebstahl-Delikte haben von 36 im Jahr 2009 auf 103 im vergangenen Jahr stark zugenommen. Nur 2012 gab es noch mehr, nämlich 121.

Für 2014 liegen noch keine konkreten Angaben vor, die Zahlen bewegen sich laut Polizeipressesprecher Manfred Knoch aber auf einem ähnlichen Niveau. „Der starke Anstieg solcher Fälle hat sicher auch mit den steigenden Treibstoffpreisen zu tun“, so Knoch. Da frage sich mancher: „Wie komme ich günstig an Treibstoff?“

Unter Tankbetrug werden solche Fälle zusammengefasst, bei denen an Tankstellen getankt wurde, aber nicht bezahlt. Die Zahl der Diebstähle bezieht sich auf Fälle, in denen die Täter Kraftstoff direkt aus Lastwagen, Autos oder Baumaschinen gestohlen haben. Solche Diebstähle ereignen sich meist auf abgelegenen Parkplätzen oder des Nachts auf Baustellen. Bei Lastwagen saugen die Diebe den Sprit entweder ab oder bohren den Tank an.

Schützen vor Spritdiebstahl könne man sich am besten, indem man es den Tätern so schwer wie möglich macht, weiß Manfred Knoch. Etwa mit abschließbaren Tankdeckeln oder speziellen Warnsystemen. „Viele Tankstellen haben ihre Videoüberwachung verbessert und nachgerüstet“, berichtet Knoch. Wenn die Täter vermummt oder mit gestohlenen Kennzeichen vorfahren, sei es aber trotzdem schwierig, diese zu erwischen. zum Tage, seite 2

Von Nadine Maaz

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